Calbe l Bereits ein Jahr zuvor durften die Handballerinnen der TSG Calbe ausgelassen den Landespokalerfolg bejubeln. Nach den Überraschungserfolgen in den Pokal-Ausscheidungsrunden besiegte die 1. Frauenmannschaft der TSG Calbe in den beiden Finalspielen den Favoriten TSV Niederndodeleben mit 24:23 und 23:22. Nur ein Jahr später fand sich die Mannschaft um Trainer Frank Falke erneut im Pokalfinale wieder. Diesmal hieß der Gegner MSV Buna Schkopau.

Heimspiel deutliche Angelegenheit

Doch die Oberliga-Handballerinnen aus der Saalestadt gestalteten die Finalspiele diesmal spannender. Vor heimischem Publikum sah es ganz danach aus, als wäre das Finale bereits nach dem Hinspiel entschieden. Mit 31:17 wurde Schkopau aus der heimischen Hegersporthalle gefegt.

Doch im Rückspiel war dann der Wurm drin. Die Leichtigkeit aus dem Hinspiel war verflogen und der MSV Buna Schkopau sah seine Chance. Auch wenn die Calbenserinnen die Partie mit 25:29 verloren, war ihnen die Titelverteidigung aufgrund der höheren Tordifferenz nicht mehr zu nehmen und der Jubel grenzenlos.

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Auch der Supercup geht an die Saale

Im Jahr 2010 war dies allerdings nicht der einzige Erfolg der Falke-Sieben. Im HVSA-Super-Cup, Spiel des Landespokalsiegers gegen den Landesmeister, besiegten die TSG-Frauen den TSV Niederndodeleben in der voll besetzten Calbenser Hegersporthalle mit 28:27 nach Siebenmeterwerfen. Als Vize-Landesmeister gelang der Aufstieg in die neugegründete Mitteldeutsche Oberliga. Noch heute sind einige Spielerinnen in Reihen der TSG Calbe vertreten. Unter anderem sind dies Christiane Wilke, Stefanie Lenhart, Melanie Thiele und Antje Schreiber.

Im März des Jahres 2012 trennten sich dann die Wege von Erfolgscoach Frank Falke und der TSG-Frauen. Nach vier Jahren an der Seitenlinie, als der Klassenerhalt in der Mitteldeutschen Oberliga stark in Gefahr war, ging der Trainer. „Wir haben die Entscheidung im Sinne des Vereins und des Frauen-Handballs in unserer Stadt getroffen“, sagte Falke damals nach seinem Aus gegenüber der Volksstimme.