Schönebeck l In der Vorwoche saß Stefan Kazmierowski mit auf der Bank. Was nichts ungewöhnliches ist. Doch der Betreuer des Sachsen-Anhalt-Ligisten SG Lok Schönebeck hielt sich für einen Einsatz als Spieler bereit. Doch dazu kam es dann doch nicht. „Nur im äußersten Notfall“ wäre es zum Einsatz gekommen, sagte Henning Stapf, Trainer der SG Lok. Und personell hat sich die Situation vor dem Spiel gegen die SG Kühnau nicht geändert (Anwurf 17.30 Uhr).

Mark Illig, Martin Blumenthal, Martin Schröder und Toni Warschkau stehen dem Coach weiterhin nicht zur Verfügung. „Hinter allen steht noch ein Fragezeichen. Ich entscheide am Sonnabend, wer dabei ist“, sagt Stapf. Aufgrund der anhaltenden Personalnot geht der Übungsleiter optimistisch in die Partie. „Wir wollen endlich mal gegen einen stärkeren Gegner punkten“, so der Coach.

Eigenen Stärken auf die Platte bringen

Bereits in der Vorwoche wollten die Schönebecker das probieren. Gegen den Dessau-Roßlauer HV II stand am Ende aber eine 36:39-Niederlage im Protokoll. Jetzt gastiert wieder ein Gegner in der Franz-Vollbring-Halle, der tabellarisch vor der SG Lok steht. Und wieder will Schönebeck versuchen, etwas Zählbares zu holen. Doch der Trainer weiß um die Stärke der Gäste. „Auch wenn sie nur zwei Plätze vor uns stehen, schätze ich Kühnau stärker ein. Sie spielen einen schnellen Ball und haben einen torgefährlichen Rauckraum“, sagt Stapf. Daher erwartet der Coach „ein intensives, aber auch interessantes Spiel“. Ähnlich wie im Hinspiel. Da verloren die Elbestädter zwar mit 25:29, doch der Trainer war überzeugt von der Leistung des Teams. „Diese Stärken müssen wir wieder auf die Platte bringen. Wir müssen versuchen, die Kreise der Rückraumspieler so eng wie möglich zuhalten“, sagt Stapf.

Doch um am Ende wirklich etwas Zählbares zu holen, müssen die Schwächen aus der vergangenen Woche minimiert werden. Vor allem im Deckungsbereich zeigten die Schönebecker große Schwächen. Um diese Fehler gegen Kühnau nicht zu machen, hat der Trainer unter der Woche diese Dinge besprochen. „Wir haben einige Spielzüge einstudiert. Aber das ist alles kein Hexenwerk, da war nichts neues dabei“, meint der Coach. „Gerade die Deckungsarbeit müssen wir um 100 Prozent steigern“, ist sich Stapf sicher. Aber auch über die Chancenauswertung wurde gesprochen, denn in der vergangenen Woche scheiterten die Offensivspieler freistehend vor dem Tor. „Aber das kann man nicht trainieren“, ist sich der Coach sicher.

Damit die SG Lok vor dem Tor wieder effektiver wird, rät der Coach zur Konzentration. „Zudem wollen wir die Dinge übernehmen, die im Hinspiel schon zum Erfolg geführt haben“, ergänzt Stapf. Anderer Gegner, gleiche Zielsetzung. Nach dem es in der vergangenen Woche nicht mit den Punkten gegen einen stärkeren Gegner funktionierte, soll sich das gegen Kühnau ändern.