Calbe l Während die Hausherren aus der Saalestadt im Rhythmus sind, hatten die Gäste aus Dessau am vergangenen Wochenende spielfrei. Ebenfalls gegensätzlich sind auch die Ergebnisse. Während die Handballer der TSG Calbe die vergangene Sachsen-Anhalt-Liga-Partie gegen den HSV Magdeburg deutlich mit 33:24 gewann, verlor Dessau-Roßlau gegen den Aufsteiger HSG Osterburg klar mit 31:42. Nun treffen beide Teams aufeinander (Anwurf 17 Uhr).

Doch das Spiel gegen Osterburg hat für TSG-Trainer Andreas Wiese keine Wertung und er gibt eine plausible Erklärung ab, warum der Gast dort unterging. „Dessau dachte sich bestimmt, dass sie einen schönen Ausflug nach Osterburg machen und dann wird alles gut. Das lag bestimmt an der Einstellungssache.“ Der Coach nahm den Gegner wieder ganz genau unter die Lupe und fand heraus, dass Dessau-Roßlau personell gut besetzt war.

Gast nicht unterschätzen

Doch nun erwartet Wiese starken Gegenwind. „Sie werden gegen uns sicherlich anders drauf sein“, meint der Übungsleiter und führt weiter aus: „Sie werden von Beginn an aggressiv spielen.“ Und genau damit ist Wiese auch etwas überfordert, wie er selbst zu gibt. „Wir wissen nicht, was uns erwartet.“ Denn Dessau-Roßlau hat auch zwei Kaliber in ihren Reihen, die sogar Wiese ins Schwärmen bringen. Mit Robert Lux und Marco Hüls weisen die Gäste zwei Akteure auf, die bereits in der 2. Bundesliga ihre Visitenkarte abgegeben haben. „Das sind zwei Spieler, die locker noch in der 3. Liga spielen können“, sagt Wiese.

Der Innenblock ist erneut gefragt

Doch sein Team braucht sich nicht verstecken. Auch wenn sich in den Reihen der Calbenser keine ehemaligen Bundesligaspieler befinden, weist die TSG derzeit die zweitbeste Defensive der Liga vor. Vom Spielstil her ordnet der TSG-Coach Lux ähnlich ein wie Michael Jahns vom HSV Magdeburg. In der vergangenen Woche war Jahns fast im Alleingang für die Gegentore zuständig. Elf Stück waren es im gesamten Spiel. Daher muss der Innenblock um Nils Rätzel und Martin Sowa erneut einen guten Tag erwischen. Aber auch die Torhüter Daniel Bertram und Stefan Wiederhold müssen auf Zack sein.

Im Training wurde derweil aber etwas anderes geübt. „Wir haben das Tempospiel fokussiert. Auch einige Eins-gegen-eins-Situationen waren dabei. Und natürlich der Tor-abschluss“, erklärt Wiese. Vor allem die Chancenverwertung wurmte den Trainer in den vergangenen Spielen zusehends. Doch die TSG ist vorbereitet, egal wie stark der Gegenwind auch sein mag. „Ich bin guten Mutes, dass wir die zwei Punkte in Calbe behalten. Dessau ist schlagbar“, gibt sich der Calbenser Coach vor der Partie optimistisch.