Calbe/Schönebeck l Ein Satz, der die ganze Brisanz des Duells TSG Calbe gegen SG Lok Schönebeck beschreibt. Das Zitat stammt von Calbes Trainer Andreas Wiese, der mit seinem Team heute ab 17 Uhr in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga Gastgeber für die Schönebecker ist.

Fronten schnell klären

Ein Blick auf die Tabelle deutet auf wenig Brisanz hin. Calbe ist Dritter, während die noch sieglosen Schönebecker das Ende des Klassements zieren. Für Wiese spielt das jedoch keine Rolle: „So ein Derby setzt manchmal ungeahnte Kräfte frei. Außerdem habe ich Lok schon ein paar Mal beobachtet. Sie haben immer bis zum Ende Druck gemacht. Schönebeck hat nichts zu verlieren und deshalb dürfen wir ihnen nichts anbieten. Wir sollten die Fronten frühzeitig klären“, rät Wiese seiner Mannschaft. Unterschätzt wird das Schlusslicht von den Calbensern also keineswegs.

„Eigentlich ist es schade, dass sie uns nicht unterschätzen. Leider haben das bisher alle anderen Mannschaften auch nicht gemacht“, sagt Lok-Trainer Uwe Illig mit ein wenig Galgenhumor. Psychologischen Druck sieht der Coach bei seiner Sieben diesmal nicht. „Wir sind klarer Außenseiter, haben nichts zu verlieren und können völlig frei aufspielen“, weiß Illig. Vogelwild soll das Gäste-Team aber natürlich nicht agieren. „Wir legen das Hauptaugenmerk derzeit ganz klar auf die Abwehr. Da müssen wir uns verbessern. Wenn wir immer 30 und mehr Gegentore fangen, wird es schwer zu punkten“, so Illig.

Bilder

Torrekord nicht erwünscht

Für Schönebecks Trainer ist das Derby in doppelter Hinsicht brisant. In Reihen des Gegners spielt nämlich ein Akteur, den er schon seit dessen Geburt kennt. Sohn Jan Illig läuft seit dem Sommer für die TSG auf und macht das Derby zu einem Familienduell. Vater Uwe wünscht seinem Sohn aber nichts schlechtes. „Er muss ja nicht unbedingt einen Torrekord aufstellen“, scherzt Uwe Illig.