Oebisfelde/Schönebeck l Stark dezimiert reisten die Frauen der SG Lok Schönebeck zum Sachsen-Anhalt-Liga-Spiel nach Oebisfelde. Doch die Mannschaft um Trainer Dirk Schedlo verkaufte sich passabel, machte aber einen kleinen Fehler, der nicht nötig war. „Sie wollten ruhiger spielen, um Kraft zu sparen, das war aber gar nicht nötig“, erklärte Schedlo. Und diese Phase, zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff, nutzte der SV Oebisfelde. Die Lok-Frauen verloren die Partie mit 26:32 (16:16).

Konditionell stark

Nur sieben Akteure standen Schedlo zur Verfügung. Vanessa Goldgraebe nahm zwar auf der Bank Platz, war gesundheitlich aber angeschlagen. „Sie war als moralische Stütze dabei“, sagte Schedlo. Das schien vorerst zu wirken. Die Lok-Frauen waren „konditionell sehr gut drauf“, freute sich der Coach und seine Mannschaft setzte sich nach 19 Minuten auf 13:11 ab. Oebisfelde glich bis zur Pause wieder aus (15:15).

„Es haben alle komisch geguckt, als ich in der Pause sagte, dass wir das hohe Tempo halten werden“, meinte der Trainer. Zu Beginn des zweiten Durchganges funktionierte das auch. Doch ab der 40. Minute kam es zum folgenschweren Fehler. Während Oebisfelde zwischen der 40. und 50. Minute acht Treffer warf, erzielte die SG Lok kein Tor (28:21). „Sie wollten versuchen, das Ergebnis über die Zeit zubringen. Ich habe eine Auszeit genommen, die nicht fruchtete. Das geschah erst nach der zweiten“, meinte Schedlo. Doch da war es bereits zu spät und die Punkte weg.

Doch der Coach war nicht unzufrieden mit dem Spiel. „Alle haben eine super Leistung gezeigt. Jetzt brauchen wir nur wieder mehr Glück beim Gesundheitszustand des Personals.“

SG Lok: Krakau - Kracht (2), Gress (6), Depta (4), Bertelmann (3), Krause (3/2), Vi. Goldgraebe (6/1) Siebenmeter: SG Lok 4/3 - Oebisfelde 4/3 Zeitstrafen: SG Lok 3 - Oebisfelde 1