Schönebeck l Ein Neuanfang hat oftmals immer etwas Gutes. Mit Uwe Illig übernimmt ein alter Bekannter die SG Lok Schönebeck aus der Sachsen-Anhalt-Liga. Aber auch in der Mannschaft fand ein kleiner Umbruch statt. Die Stützen der Vorsaison, Martin Schröder und Mario Meißner, stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür holten die Schönebecker fünf Neue. Das Team kann direkt am ersten Spieltag zeigen, wie weit es in der Vorbereitung bereits zusammengefunden hat. Denn im ersten Spiel der Sachsen-Anhalt-Liga empfangen die Elbestädter am Sonnabend TuS Radis (Anwurf 17.30 Uhr).

Fünf neue Spieler dabei

Als „Gradmesser“ bezeichnet Trainer Uwe Illig die Partie, denn mit Radis reist der Tabellenvierte der Vorsaison an. „Wir wissen dann direkt, wo wir stehen.“ Illig konnte sich bisher kaum ein Bild seiner Mannschaft machen, denn der Coach war im Urlaub. Vertreten wurde er von Lutz Bauer und Uwe Ehrecke. Somit verpasste Illig auch die Pokalpartie gegen Güsen (34:33). Über das Spiel hat sich der Übungsleiter jedoch informieren lassen beim Training. Durch eine kämpferisch starke Leistung in der zweiten Hälfte übersprang die SG Lok die erste Hürde.

Während im Pokal noch einige Leistungsträger fehlten, kann der Coach für die erste Ligapartie positiv auf seine Personalliste schauen. „Keiner der Spieler hat bisher abgesagt“, freut sich Illig. So werden auch die fünf Neuzugänge Leon Dobertin, Hans-André Kessel, Tim Bullmann (alle TSG Calbe II), Tommy Minet (HV Rot-Weiss Staßfurt II) und Florian Willner (Germania Borne) zum Aufgebot gehören. Während Dobertin, Kessel, Bullmann und Minet „als Perspektivspieler“ geführt werden, soll Willner direkt in die Pflicht genommen werden. „Er hat bereits Erfahrung gesammelt“, sagt Illig. Der Rechtsaußen könnte somit die Position von Meißner übernehmen.

Ziel ist der Klassenerhalt

Doch auch die Jugendspieler sind ein Teil eines Projektes, „das nicht von heute auf morgen funktioniert“. Denn der Coach möchte die Mannschaft auf lange Sicht verjüngen. Und die „jungen Wilden“ fügen sich bisher sehr gut ein. „Sie sind ehrgeizig und zeigen sich. Sie agieren sehr mannschaftsdienlich“, freut sich Illig über die Entwicklung der Neuen.

Für die Saison haben sich die Schönebecker daher keine großen Saisonziele gesteckt. „Es kann nur der Klassenerhalt als Ziel gesetzt werden“, meint Illig. Für die kommenden Jahre steht dann die Verjüngung „und das Umbauen der Mannschaft“ an oberster Stelle. „Die guten und erfahrenen Spieler werden nicht für immer spielen.“ Doch um dem entgegenzuwirken, hat sich die SG Lok bisher gut aufgestellt.

Gegen Radis konzentrieren sich die Schönebecker daher nur auf sich selbst. „Wir gehen in kein Spiel und sagen vorher schon, dass wir keine Chance haben. Das wäre respektlos“, zeigt Illig wahren Sportsgeist. „Wir müssen einfach konzentriert sein und leichte Fehler vermeiden. Dann kann der Gegner nicht von diesen profitieren.“ Vor allem hofft der Coach aber auch auf eine gut gefüllte Halle, denn die Zuschauer könnten die Mannschaft nach vorne peitschen und aufbauen. Neue Mannschaft, neuer Trainer, alte Liga. Für die SG Lok Schönebeck beginnt ab heute eine neue Zeitrechnung, die vor heimischen Publikum natürlich positiv beginnen soll.