Glinde l Vor der Saison hatte sich der Glinder HV „Eintracht“ aus der Handball-Verbandsliga so einiges vorgenommen, wurde doch der Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga wenige Monate zuvor nur ganz knapp verpasst. Doch gleich beim ersten Auftritt in der neuen Spielzeit kassierte der GHV eine 22:27-Niederlage gegen den LSV 90 Klein Oschersleben. „Da haben wir unnötig Punkte verschenkt. Das erste Spiel hätten wir einfach gewinnen müssen“, ist Michael Kreyenberg, Spieler des GHV, der Meinung.

Doch nachdem der erste kleine Schock verdaut war, drehte der Vorjahres-Vizemeister richtig auf. Sieben Siege in Serie fuhr das Team von Trainer Peter Pysall ein, schlug unter anderem auch den damaligen Tabellenzweiten SG Seehausen mit 37:30 in der Altmark.

Dann folgte ein Remis. Gegen den HV Lok Stendal spielte Glinde 29:29. Erneut ein Ergebnis, mit dem Kreyenberg nur bedingt zufrieden war. „Das war auch etwas ärgerlich. Wenn man aber bedenkt, dass wir in der Vorsaison dort gar keine Punkte geholt haben, ist es doch in Ordnung“, relativiert der GHV-Spieler dann aber selbst. Die dritte und bis dato letzte Niederlage kassierte Glinde gegen den Post SV Magdeburg (26:29).

Worauf die Glinder aber besonders stolz sind, ist die enorme Heimserie. Denn die „Festung“ wurde von keiner Mannschaft eingenommen, alle Spiele wurden siegreich bestritten. „Das ist auch unser Anspruch und das sind wir unseren Fans einfach schuldig“, sagt Kreyenberg.

Personalsorgen werden überspielt

Dabei war es für die Mannschaft nicht immer leicht, egal ob auswärts oder zuhause. Denn anhaltende Personalsorgen zwangen Peter Pysall dazu, die Mannschaft immer wieder neu aufzustellen. Doch genau darauf war das Team eingestellt und löste die Aufgabe sehr gut. So fanden sich einige Spieler, wie zum Beispiel Kreyenberg oder auch Maximilian Kralik, auf für sie ungewohnten Positionen wieder. Doch genau in dieser Variabilität liegt für den Coach die Stärke der Mannschaft.

Zwischen den Jahren war es aber ruhig in Glinde. Aufgrund der Erfolge in der Hinserie gönnte sich die Mannschaft eine Auszeit, wie Kreyenberg verrät. „Wir haben zwei Wochen Pause gemacht.“ Aber ganz ohne Bewegung ging es dann doch nicht. „Wir haben dennoch zwischendurch etwas Fußball gespielt und uns mehr oder weniger bespaßt“, sagt der GHV-Akteur. Für die Mannschaft eine gelungene Abwechslung.

Seit Jahresbeginn wird in Glinde aber wieder fleißig trainiert, um eine genauso erfolgreiche Rückrunde zu spielen. Nachdem sich zu Beginn auf die Fitness und Ausdauer konzentriert wurde, steht weitestgehend wieder das Training mit dem Ball in der Hand auf dem Plan.

In der Rückrunde sollen unnötige Punktverluste vermieden und die Heimserie immer weiter ausgebaut werden, um erneut ein Kandidat für den Aufstieg zu sein. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, denn in Glinde wird „von Spiel zu Spiel“ gearbeitet.