Irxleben/Glinde l Mit dem Eike-Schmidt-Gedenkturnier hat der SV Irxleben eine gute Sache geschaffen. Das Turnier erlangt immer mehr Berühmtheit und wird von den Vereinen in der Vorbereitung gerne angenommen. Wenig verwunderlich ist daher, dass auch der Glinder HV „Eintracht“ den Weg nach Irxleben auf sich nahm, um bei der dritten Auflage dabei zu sein. So sah GHV-Coach Peter Pysall viele bekannte Gesichter wieder, denn der Handballfachmann war einst Trainer in Irxleben. Neben dem Dauergast aus dem Salzlandkreis war auch die Reserve des HV Rot-Weiss Staßfurt (Verbandsliga Süd) wieder mit dabei. Abgerundet wurde das Teilnehmerfeld durch den HV Lok Stendal (Verbandsliga Nord), den Bezirksligisten SpG Stahl Thale/SV 1890 Westerhausen, dem Nordligisten MTV Weferlingen, die HSG Wolfen (Sachsen-Anhalt-Liga) sowie zwei Teams des Gastgebers. Für Glinde war die Teilnahme sehr erfolgreich. Die Mannschaft erreichte den zweiten Platz, scheiterte im Finale an Wolfen mit 8:9. Zufrieden war sie dennoch.

Viel Rotation

„Wir haben viel probiert in der Abwehr und verschiedene Aufstellungen getestet“, sagte Glinde-Akteur Michael Kreyenberg im Nachgang. Dabei war die Rotation gar nicht so einfach. Nur acht Akteure waren dabei, davon sechs Feldspieler und zwei Torhüter. Im Vorfeld überlegten die Glinder, ob sich die Anreise überhaupt lohnen würde. Diese Zweifel waren schnell verschwunden. Denn Nils Rosemeier, Maximilian Kralik, Eike-Christian Herrmann, Torsten Deumeland, Michael Kreyenberg und Tony Maynicke als Feldspieler sowie Julian Bartels und Philipp Giesemann als Torhüter präsentierten sich gut. Doch mit den Umständen, wenig Spieler zu haben, kennen sich die Glinder bestens aus und haben sich erneut achtbar aus der Affäre gezogen.

In der Gruppenphase trafen die Glinder auf Stendal, Staßfurt II und Irxleben II. Der erste Auftritt gegen die Altmärker aus Stendal absolvierten die Glinder mit Bravour und verließen die Platte als Sieger.

Im zweiten Spiel gab es allerdings den ersten kleinen Dämpfer. Gegen die Rot-Weissen aus der Bodestadt gab es eine 4:7-Niederlage. Daher war klar, dass die letzte Partie gewonnen werden muss. Mit diesem Druck konnten die Glinder allerdings gut umgehen und gewannen gegen die Reserve des Gastgebers. Damit erreichte der Aufsteiger als Gruppenerster die K.o.-Phase.

Unglücklicher Pfiff sorgt für Niederlage

Im Halbfinale wartete der SV Irxleben I. Noch immer waren die Kräfte nicht verschlissen. Die Glinder zogen ihre Spielweise durch und gingen dann auch verdient als Sieger von der Platte. Somit stand der Aufsteiger im Finale beim Eike-Schmidt-Gedenkturnier.

Der Gegner war der Ligakontrahent aus Wolfen. Lange hielten die Glinder Schritt, zeigten, was in ihnen steckt. Dann kam es zur entscheidenden Szene. Im letzten Angriff bekamen die Glinder einen „unglücklichen Pfiff“, wie es Kreyenberg beschrieb, zu hören und verloren den Ball. Wolfen schaltete schnell, brachte das Spielgerät in eine aussichtsreiche Position und vollendete. Die Glinder wurden mit 8:9 geschlagen.

Nachdem das Ergebnis und auch die Entstehung verdaut war, gingen die Köpfe beim Sachsen-Anhalt-Ligisten wieder nach oben. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Es hat bei uns aber wenig Aussagekraft gehabt aufgrund der geringen Anzahl an Spielern. Wir haben einfach versucht, unseren Stiefel so gut es ging herunterzuspielen“, erklärte Kreyenberg.

Und dieser Stiefel scheint auch schon ganz gut zu passen. Weitere zwei Wochen bleiben der Pysall-Sieben noch, um weiter daran zu feilen.