Glinde l Meistersekt schlürfen oder ein Frustbier trinken. Für die Verbandsliga-Handballer des Glinder HV „Eintracht“ ist im Spitzenspiel heute bei der HSG Altmark West zwischen himmelhoch jauchzen und zu Tode betrübt sein alles möglich. Die spannende Tabellenkonstellation vor dem drittletzten Saisonspiel des Tabellenführers aus Glinde macht vieles möglich. Bei einem Sieg des Glinder HV „Eintracht“ gegen den Tabellenzweiten HSG Altmark West, Anwurf zur Partie in der Miester Sporthalle ist heute um 17.30 Uhr, könnte der Staffelsieg in der Verbandsliga Nord bereits in trockenen Tüchern sein. Parallel treffen ab 18 Uhr nämlich die Verfolger, Post Magdeburg (4.) und HSV Haldensleben (3.) direkt aufeinander. Und auch der fünfte Aufstiegsaspirant der noch intakte Chancen auf die Sachsen-Anhalt-Liga hat, ist heute im Einsatz. Die SG Seehausen tritt zum Altmark-Derby in Stendal an (17 Uhr).

Spannende Szenarien

Aus diesen Ansetzungen ergeben sich mehrere spannende Szenarien. Fakt ist: Siegt Glinde und Post Magdeburg sowie die SG Seehausen gewinnen nicht, ist die Meisterschaft für den GHV perfekt.

Wenig Interesse an diesen Rechenspielen hat Glindes Trainer Peter Pysall. „Das darf uns alles nicht interessieren! Die Konzentration darf nur auf dem einen Spiel liegen“, fordert der Trainerfuchs von seinen Schützlingen.

Der Coach weiß nämlich genau um die Schwere der Aufgabe. Die HSG Altmark West ist in dieser Spielzeit nämlich nicht nur unheimlich heimstark (zehn Siege/ein Remis/keine Niederlage), sondern hat auch die vergangenen sechs Partien allesamt gewonnen. „Das ist schon ein schweres Brett. Sie werden alles tun, um zu verkürzen“, vermutet Pysall. Und die HSG ist auch mehr gefordert als die Glinder. Die Westaltmärker haben danach nämlich nur noch eine Partie auszutragen. Bei den Glindern sind es noch zwei. Ebenso bei den anderen Aufstiegskandidaten.

Ehrlich und konsequent

Peter Pysall will mit seinem Team indes natürlich die Spitzenposition verteidigen. „Wir haben uns diese Position ehrlich und konsequent erarbeitet“, sagt der Übungsleiter. Dessen Team ist bisher gut damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken. Das bleibt auch weiterhin so. „Wir wollen unserer Marschroute treu bleiben“, bekräftigt Pysall.

Glinder sind „entspannt konzentriert“

Von großer Aufregung ist im Lager der Glinder also nichts zu spüren. „Entspannt konzentriert“, beschreibt Trainer Pysall die Stimmungslage vor dem möglicherweise schon entscheidenden Spiel der Saison.

Doch was erwartet der Trainer von seiner Manschaft im Spitzenspiel? „Viel wird vom Personal abhängen, dass wir zur Verfügung haben.“ Fehlen werden Arvid Schmidt und Tony Meinecke. Julian Bauer wird indes dabei sein. „Ansonsten hoffen wir darauf, dass unsere Torhüter einen guten Tag erwischen“, so Pysall.