Calbe l Beim Blick auf die Spielerliste des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz kommt auch Andreas Wiese, der Coach des Sachsen-Anhalt-Ligisten TSG Calbe, leicht ins Schwärmen. Namen wie Nils Hübscher, Norbert Keserü, Yury Pishchukhin, Zsolt Hetzmann oder Matej Ivankovic sind beim Aufsteiger zu finden. Und genau diese Spieler gastieren am Sonnabend in Calbe (Anwurf 17.30 Uhr).

Nationalspieler beim Aufsteiger

„Da treffen schon Welten aufeinander“, sagt auch Wiese. „Da sind einige große Namen dabei.“ Ivankovic kam bereits in den Genuss, den 25-fachen ungarischen Meister KC Veszprém zu schlagen. Hetzmann wurde in seiner ungarischen Heimat Meister und Außenspieler Pishchukhin absolvierte bereits Spiele für die russische Nationalmannschaft.

Daher sind sie für Wiese auch „der Geheimfavorit auf die vorderen Plätze“. Der Saisonstart verlief durchwachsen beim Gast, die auf Platz sieben stehen. „Sie tun sich noch schwer, da sich alle erstmal einspielen müssen.“

Das möchten die Calbenser nutzen, um die zwei Punkte in der eigenen Halle zu halten. Auch wenn die internationale Erfahrung in den Reihen der Calbenser fehlt, besinnt sich die TSG auf die eigenen Stärken. Und die liegen in der Abwehr. Daher ließ Wiese unter der Woche auch das Defensivverhalten trainieren. „Wir müssen eine starke Abwehr stellen und sie zu Fehlern zwingen. Über ein gutes Umschaltspiel soll der Erfolg dann kommen“, erklärt Wiese.

Was sich einfach anhört, wird in der Realität aber nicht leicht umzusetzen sein. Denn auch der Aufsteiger hat eine starke Abwehrreihe, weiß Wiese. Der Coach gibt daher vor, dass seine Mannschaft über das Tempospiel kommen soll. „Wir dürfen auf keinen Fall ins Positionsspiel geraten“, meint der Übungsleiter.

Als Analytiker beschäftigte sich Wiese aber auch intensiv mit dem Gegner. Über andere Trainer und Beobachter fand der TSG-Coach heraus, dass Wittenberg-Piesteritz auch eine Schwäche besitzt. „Sie haben viele Fehlwürfe in ihrem Spiel.“ Und genau an diesem Punkt möchte die TSG ansetzen. Die kleinen Chancen ausnutzen, um daraus Kapital zu schlagen.

Vor heimischen Publikum soll etwas Zählbares her. „Ich denke, die Zuschauer werden ein schönes Spiel sehen“, sagt Wiese. „Denn Wittenberg-Piesteritz ist eine Mannschaft, die über 60 Minuten schönen Handball spielt.“ Die Calbenser wollen beweisen, dass sie es auch können.