Schönebeck l „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. Das muss sich auch Uwe Illig, Trainer der SG Lok Schönebeck aus der Sachsen-Anhalt-Liga gedacht haben. Die Schönebecker verloren das Spiel gegen die ungeschlagene SG Kühnau durch „eine schlechte erste Halbzeit“, wie es Illig beschrieb, deutlich mit 25:32 (10:19).

Abstimmung fehlt

„Licht und Schatten liegen manchmal so nah beieinander“, sagte der Coach. Im Vergleich zu den ersten 30 Minuten, verlief die zweite Hälfte deutlich besser. Bereits nach zehn Minuten wurde aber deutlich, dass die Gäste ihre Serie von fünf ungeschlagenen Spielen ausbauen möchte. „Wir sind schlecht in die Partie gekommen“, sagte Illig, denn seine Mannschaft lag nur einmal im gesamten Spielverlauf in Front, als Robin Riedel zur 2:1-Führung traf (4.).

In der Folgezeit setzte sich Kühnau deutlich ab (7:3, 12.). „Die Abstimmung in der Mannschaft war nicht da“, sagte Illig, der ein neuformiertes Team auf die Platte schickte. „Zum Ende hin wurde es besser, als die eingespielte Mannschaft auf dem Feld war“, meinte der Übungsleiter. Doch bis zur Pause war Lok bereits mit neun Treffern in Rückstand geraten (10:19).

Etwas besser verlief die zweite Hälfte aus Sicht von Illig. „Es haben alle noch mal eine Schippe drauf gelegt.“ Doch gegen die kompakte 6:0-Abwehr der Gäste fanden die Schönebecker keine Mittel oder Wege. Zudem machte der Coach eine weitere Schwäche aus. „Wir haben vier Tore aus dem Rückraum erzielt. In 60 Minuten ist das viel zu wenig“, sagte Illig. Einzig Tim Bullmann und Jan Bauer trauten sich und waren erfolgreich.

Woran es weiterhin hapert bei der SG Lok, sind die Anspiele an den Kreis. Lukas Karau wurde zwar gesucht, doch nur selten gefunden. „Das ist nicht unsere Stärke.“ Dennoch ließ Schönebeck nicht nach, kämpfte und versuchte den Abstand zu verringern. Bezeichnend dafür sind die acht Zweiminutenstrafen der Hausherren. „Das ist auch ein Zeichen von Kampf. Es war nachher auch eine Willensleistung“, sagte Illig.

Spannend wurde es zehn Minuten vor dem Ende, denn die SG Lok war durch den Treffer von Bauer auf fünf Tore heran gekommen (20:25). „Uns fehlt in diesen Phasen aber die Konzentration“, bemängelte Illig. Spielerisch spiegelte sich das in einfachen Ballverlusten wider. Pässe landeten im Aus, „wir verstolpern unnötig den Ball im Aufbau“ und dazu die bereits angesprochenen Abschlussschwäche.

Für die kommenden Wochen muss sich die SG Lok auf die bessere zweite Hälfte besinnen. Denn mit der TSG Calbe wartet der nächste Brocken.

SG Lok: Dobertin, Knörich - Minet, Kessel (1), Schulz (1), Bauer (2), Roost (2), Willner (5/3), Bullmann (3), Riedel (4), Karau (3), Meyer, Ernst (1), Krause (3/2) Siebenmeter: SG Lok 5/5 - Kühnau 7/9 Zeitstrafen: SG Lok 8 - Kühnau 5 Rote Karte (3x2 Minuten): Tim Bullmann (SG Lok Schönebeck, 56.)