Calbe l Was machen Handballbegeisterte, wenn sie ein freies Wochenende zur Verfügung haben und der kommende Gegner in unmittelbarer Nähe spielt? Richtig, das Spiel wird sich angeschaut. Am vergangenen Wochenende machten sich einige Spieler auf den Weg nach Schönebeck und sahen den 27:26-Erfolg des SV Langenweddingen gegen die SG Lok. Zurück kam die Delegation mit einigen nützlichen Informationen für ihren Trainer Andreas Wiese. Denn heute treffen die Handballer aus der Saalestadt in der heimischen Hegersporthalle auf die Langenweddinger.

Stärken des Gegners beobachtet

Doch neben dem Beobachten des Gegners wurde selbstverständlich „hart trainiert unter der Woche“, bekräftigt Wiese. Denn die Partie gegen Langenweddingen wird keinesfalls ein Selbstläufer. „Langenweddingen ist als sehr stark einzustufen und unberechenbar“, sagt Wiese. Das Grundgerüst der Gäste besteht aus Denny Friedl, Erik Merkel und Marcus Peschke, der aus Plauen zum Team stieß. Und genau die drei sind in den Augen des Trainers die Hauptakteure. „Selbst wenn diese Spieler mit zwei Leuten gedeckt werden, finden sie immer wieder eine Möglichkeit. Genau das macht sie so stark“, erklärt der Coach.

Dennoch machen die Calbenser keinen Hehl draus, dass die zwei Punkte her müssen. „In der eigenen Halle wollen wir immer gewinnen“, gibt Wiese die Marschrichtung für die Partie vor.

Denn nach dem Dämpfer gegen den USV Halle II (20:20) zeigte das Team große Moral, einen weiteren Patzer schließt der Coach aus. „Wir müssen mit einer breiten Brust und einem breiten Kader in die Partie gehen, der Rest ergibt sich dann von selbst“, sagt der Übungsleiter.

Die breite Brust sollte nach der Spielpause vorhanden sein, die Freude wieder auf der Platte zu stehen, ist groß bei der TSG. Und auch der Kader ist tatsächlich breit. Nach einem Meniskusschaden hat Ron Barby wieder mit dem Training angefangen, ist gegen Langenweddingen aber noch nicht dabei. Der zweite Ausfall ist Ronny Krause, der privat verhindert ist.

Aufgrund der Kompaktheit des Gegners und der wurfgewalt aus dem Rückraum wird es bei der TSG erneut auf die Abwehr ankommen. Hinten sicher und nach vorne effektiv, so wie es in vielen Spielen bereits gezeigt wurde. Die Aufgabe ist nicht einfach, aber durchaus machbar für den Spitzenreiter.