Staßfurt l Gegen Schlusslicht SG Lok Schönebeck setzten sich die Rot-Weissen ohne zu glänzen mit 34:28 (20:14) durch. Dass der Aufstiegskandidat aus Staßfurt spielerisch nicht so überzeugen konnte wie zuletzt, lag vor allem aber am Gegner. Die Schönebecker bestätigten ihren leichten Aufwärtstrend und können sich in dieser Verfassung für die kommenden Partien Hoffnungen auf ihren ersten Saisonsieg machen.

Krause erzielt elf Tore

Gästetrainer Uwe Illig war deshalb nicht unzufrieden. „Staßfurt war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Wir haben uns aber sehr ordentlich präsentiert und bis zum Schluss Kampfgeist gezeigt“, lobte Schönebecks Coach die kämpferischen Qualitäten seiner Sieben. Illig gefielen ganz gewiss auch die elf Treffer von Linksaußen Kevin Krause, der vor allem an der Siebenmeterlinie mit sechs Treffern aus sechs Versuchen Nervenstärke zeigte. Krause ist, was die Tore angeht, aber keineswegs mehr der Alleinunterhalter im Schönebecker Team. „Die Torschützen waren heute gut verteilt. Acht Spieler haben getroffen. Auch das bestätigt, dass die Mannschaft sich verbessert“, so Illig.

In Staßfurt reichte es dennoch nicht zu Punkten. Denn die Rot-Weissen konnten zwar nicht gänzlich überzeugen, ließen den Gegner durch ihre individuelle Klasse aber auch nicht ernsthaft in die Nähe einer Überraschung kommen. Schon in der Anfangsphase legten die Hallenherren immer wieder vor und führten nach einer guten Viertelstunde mit 10:7. Beim 17:11 (23.) war der Favorit sogar schon um sechs Tore enteilt. Sehenswert waren bis dahin vor allem die Treffer von Oliver Jacobi, der am Kreis mehrfach brillant einnetzte. Auch der Ex-Schönebecker Mario Meißner ließ sich kaum eine Chance auf Tore gegen die alten Kollegen entgehen. Die 20:14-Pausenführung der Staßfurter war deshalb auch verdient.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Schönebecker sich aber keineswegs abschlachten, sondern hielten mit einer harten, aber nie unfairen Deckung kräftig dagegen. Bei den Rot-Weissen lief indes immer weniger zusammen, was Trainer Sebastian Retting sichtbar auf die Palme brachte.„Wir haben ja gar nicht schlecht gespielt, aber einfach nicht konsequent genug. Da gab es viele kleine Fehler und Unkonzentriertheiten im Abschluss“, analysierte Retting. Der Coach fügte an: „Es war ein Arbeitssieg, aber man kann auch nicht immer eine große Show bieten. Das hat der Gegner mit seiner guten Abwehrarbeit aber auch nicht zugelassen“, so Retting.

In Gefahr geriet der Staßfurter Erfolg aber nicht, weil die Gastgeber vor allem durch ihren wurfgewaltigen Rückraum um Nils Hähnel in den entscheidenden Momenten zu ihren Toren kamen. Außerdem verlor Lok mit Robin Riedel einen Aktivposten durch eine umstrittene Rote Karte.