Schönebeck l Spielpausen bekommen den Schönebeckern nicht. Nach der dreiwöchigen Unterbrechung Ende Oktober setzte es bei der HSG Osterburg die erste Niederlage (28:30). Nun tat sich das Team nach 14 Tagen gegen ein weiteres Team aus der Altmark schwer. Über die gesamte Spielzeit suchte die SG Lok nach ihrem Rhythmus, fand ihn aber nicht, weil zu viele Abspielfehler und Fehlwürfe produziert wurden. In jeder Halbzeit vergaben die Hausherren elf Versuche. Hinzu kamen insgesamt zwölf Regel-Technik-Fehler und 18 Paraden von HVS-Keeper Tobias Vogel. 52 Angriffe ließ Lok also ungenutzt. „Wir waren geistig und körperlich nicht auf der Höhe“, monierte Trainer Henning Stapf den Auftritt in der ersten Hälfte.

Die Altmärker hingegen waren zufrieden: „Wir haben uns gut verkauft. Martin Schröder haben wir nicht in den Griff bekommen. Ansonsten war die Leistung in Ordnung. Wir merken, dass unsere Spielweise den anderen Teams nicht liegt. Das müssen wir konsequent nutzen. Langsam fühlen wir uns in der Verbandsliga wohl“, sagte Frank Ziekau aus dem Trainergespann mit Jörg Schulze.

Kreisläufer sorgt für Unruhe

Für viel Unruhe hatte vor allem Stendals Kreisläufer Tom Schumann gesorgt. Zunächst war Schönebeck in der 6-0-Deckung zu unaufmerksam, vereitelte die Bodenpässe zu ihm nicht, kassierte zudem mehrere Siebenmeter in der Anfangsphase. Nach dem Wechsel hatten sich aber Martin Blumenthal und Jan Bauer im Mittelblock besser darauf eingestellt. Mit mehreren Ballgewinnen waren die beiden maßgeblich am Endspurt der Schönebecker beteiligt. „Wir sind nicht mehr hinausgerückt und haben die Anspiele dadurch unterbunden“, erklärte Stapf. Dank der verbesserten Abwehrarbeit fanden auch die Keeper Robert Knörich (fünf Paraden) und Christian Schuster (acht gehaltene Bälle, davon ein Siebenmeter) ins Geschehen.

Dass es noch zu einem Erfolg für Schönebeck reichte, hatte zwei Gründe. Zum einen haderten auch die Gäste mit dem Ballvortrag, vor allem in den zweiten 30 Minuten (14 Ballverluste, sieben Fehlwürfe), sodass die Gastgeber über einfache Kontertore – zumeist durch Kevin Krause – erfolgreich waren. Zum anderen trumpfte in der Offensive Martin Schröder auf. In unzähligen Eins-gegen-Eins-Situationen sicherte die „Lebensversicherung“ beispielsweise mit drei Treffern in Folge erst den 7:8-Anschluss (15.), und später den 30. Treffer per Konter kurz vor dem Ende.

Nun geht der Blick in Richtung Derby bei Germania Borne. „Aus den letzten beiden Spielen des Jahres wollten wir vier Punkte holen“, schaute Stapf voraus. Zwei hat sich Lokbereits schwer erarbeitet. Die nächsten werden auch nicht einfacher.

Lok Schönebeck: Schuster, Knörich – Bauer (1), Warschkau (3), Kazmierowski, Riedel, Meißner (3), Blumenthal (1), Schröder (13), Schulz (1), Krause (8), Mattisseck, Hohmann

Stendal: Vogel, Kurze – Schumann (4), Lemme (3), Leinung (6), Krähe (4), Hepper (4), Stephan, Hentschke (1), Tembe (2), Hornuff (2), Bilski

Siebenmeter: Schönebeck 5/4 – Stendal 7/5; Zeitstrafen: Schönebeck 1 – Stendal 3