Schönebeck l Die Schönebecker verloren damit auch das fünfte Punktspiel der Saison und stecken weiter in der sportlichen Krise. Zwar war das Bemühen, endlich den erstsen Sieg der Spielzeit einzufahren, erneut zu erkennen, aber die Gäste agierten abgezockter und gewannen letztlich verdient.

Gegner nicht in den Griff bekommen

Auch, weil es ihnen die Schönebecker zu leicht machten. „Im Prinzip hatte der Gegner nur zwei Spielzüge, die aber immer funktionierten“, analysierte Lok-Trainer Uwe Illig. Vor allem das Anspiel an den Kreis konnte Lok im gesamten Spiel nicht verteidigen. „Das haben wir über 60 Minuten nicht in den Griff bekommen“, monierte Illig. Bezeichnend dafür war das Tor zum 29:23 für die Gäste in Spielminute 55. Torschütze Alexander Schenke wurde am Kreis angespielt, war von zwei Schönebeckern jedoch so eng gedeckt, dass eigentlich keine Gefahr bestand. Eigentlich - denn Schenke quetschte sich durch eine klitzekleine Lücke und versenkte den Ball im Tor.

Folgerichtig hatten die Gäste das Spiel schnell im Griff. Zwar ging Lok durch Kevin Krause mit 1:0 in Front, doch dies blieb die einzige Führung der Gastgeber im gesamten Spiel. Lediglich beim 7:7 durch Tim Bullmann (16.) war die Illig-Sieben nochmal auf Augenhöhe. Auch beim knappen 12:14-Rückstand (27.) erzeugten die Hallenherren nochmal Spannung. Doch Dessau-Roßlau hatte noch vor der Pause mit zwei Treffern die passenden Antworten zum 16:12.

Nach dem Pausentee zeigte der Tabellenletzte dennoch Moral. Die Elbestädter versuchten, das Tempo hochzuhalten und zu schnellen Treffern zu gelangen. Dies gelang phasenweise auch recht ordentlich. Die beschriebenen Schwächen in der Deckung bestanden jedoch weiterhin und so kam die Illig-Sieben nicht näher heran. „Wir haben insgesamt nicht genug Druck auf den defensivstarken Gegner gemacht“, sagte ein enttäuschter Uwe Illig.

Lok Schönebeck: Dobertin, Knörich - Minet, Illig (1), Schulz, Bauer (1), Willner (2), Bullmann (2), Riedel (6), Karau (3), Meyer, Ernst (3), Krause (8).

Siebenmeter: SG Lok 4/4 - Dessau-R. II 8/7

Zeitstrafen: SG Lok 3 - Dessau-Roßlau II 4