Schönebeck l In der vergangenen Woche trennten sich die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck und der HC Salzland 06 26:26. Dirk Schedlo, Trainer der SG Lok, war mit dem Ergebnis und dem Auftreten seiner Mannschaft zu frieden. Heute ist in der heimischen Franz-Volbring-Halle der Magdeburger SV 90 (7.) zu Gast. In der Tabelle trennen beide Teams nur drei Plätze. Mit einem Sieg könnte die SG Lok (4.) den Anschluss an die Topteams in der Sachsen-Anhalt-Liga halten.

Den Gegner im Aufbau stören

Was den Trainer in der vergangenen Partie besonders beeindruckte, war die starke Abwehr. Dank dieser fand die Mannschaft wieder zurück ins Spiel und sicherte sich einen Punkt. Und genau diese Stärke soll auch den Erfolg gegen den Magdeburger SV 90 bringen. „So ist es zumindest geplant“, sagt Schedlo. Doch auch das Angriffspiel darf nicht in Vergessenheit geraten. „Da müssen wir an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen den HC Salzland anknüpfen.“ Wenn diese beiden Komponenten zusammen finden, sollte es mit den Punkten funktionieren. Ein Vergleich zum heutigen Gegner und dem der vergangenen Woche möchte der Trainer aber nicht ziehen. „Der Magdeburger SV ist körperlich stärker und daher eine ganz andere Hausnummer“, so der Coach. Doch die zwei Zähler wären enorm wichtig, denn seit drei Spielen warten die Frauen der SG Lok auf einen Erfolg. Zwei Niederlagen - 20:24 gegen den Dessau-Roßlauer HV und 21:27 gegen den FSV 1895 Magdeburg - sowie ein Unentschieden (26:26) am vergangenen Wochenende standen zuletzt im Protokoll.

Doch dass es auch heute wieder schwer werden wird, das weiß Schedlo: „Der MSV hat ein gutes Positionsspiel und gute Kreisläufer.“ Um dem entgegen zu wirken, muss seine Mannschaft versuchen, den Gegner im Aufbau zu stören. „Wenn man die Tabelle betrachtet, hat der MSV einen Aufwärtstrend“, sagt der Coach. Auch wenn der Gast zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen musste (18:30 gegen die BSG Aktivist Gräfenhainichen und 26:32 gegen TuS 1860 Magdeburg-Neustadt), „dürfen wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen“.

Im Hinspiel gewannen die Elbestädterinnen deutlich mit 29:18 und wollen nun alles daran setzen, dass sich dieser Erfolg noch einmal wiederholt. Im Gegensatz zur vergangenen Woche stehen dem Trainer wieder alle Spielerinnen zur Verfügung. „Genaueres kann ich noch nicht sagen. Ich weiß nur, dass aktuell noch keine Absagen kamen“, meint Schedlo. Aber auch die Grippewelle hat vor der SG Lok keinen Halt gemacht, sodass noch ein paar Akteure „leicht kränkeln“.

Dass das Spiel nicht leicht wird, das weiß der Trainer bestens. „Es wird ein schwerer Gang, den wir aber antreten werden, um die zwei Punkte zu holen“, versichert Schedlo. Nach drei sieglosen Partien wären die zwei Punkte auch gut für das Selbstbewusstsein.