Eickendorf l Regen peitschte über den Sportplatz in Eickendorf. Immer wieder frischte der Wind auf. Nur wenige Zuschauer fanden den Weg auf die Anlage. Etwas Katerstimmung lag am Sonntagmorgen noch in der Luft vom Vorabend, als der 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden bei der Fußball-Weltmeisterschaft bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Im Rahmen des Sportfestes des BSV Eickendorf fand der 20. Eickendorfer Feldmarklauf, der als Lothar Immenroth Gedächtnis-Lauf ausgeschrieben wurde, statt. Zudem ist der Lauf Teil des Solvay-Cups. Über die drei, neun und 13 Kilometer gingen 113 Läufer an den Start.

Bevor der Start vollzogen wurde, eröffnete Moderator Klaus Ulrich Dreisbach die Veranstaltung mit einem kleinen Andenken an Lothar Immenroth. Die Läufer spendeten warmen Applaus. Bernd Möhring, der neue Abteilungsleiter der Laufgruppe Eickendorf, verlor ein paar Worte über die jeweiligen Strecken. Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss für die Läufer. Danach fanden sich die Zuschauer im angrenzenden Festzelt ein und stärkten sich bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst oder dem einen oder anderen Kaltgetränk. Viel Zeit blieb jedoch nicht, denn nach 13 Minuten war der erste Läufer bereits wieder im Ziel. Lenny Dannehl (Gaensefurther Sportbewegung) erreichte nach 13:05 Minuten die Ziellinie über die Drei-Kilometer-Strecke. Bei den Frauen war es Anna-Lina Orlowski von der TSG Calbe, die mit einer Zeit von 16:11 Minute sich den ersten Platz sicherte.

Siegerehrung im Festzelt

Etwa 20 Minuten später kamen die Topläufer über die neun Kilometer ins Ziel. Markus Möbius (Train your town) war mit einer Zeit von 37:23 Minuten der schnellste. Auf den Fersen war ihm der doppelte Europameister der Senioren, Günter Bartl (PSV Bernburg), der Zweiter wurde (37:51 Minuten).

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Über die 13-Kilometer-Distanz erreichte Ina Schöler (ZLG Atzendorf) als erste Läuferin die Ziellinie (57:04 Minuten). Damit unterbot Schöler ihre Zeit aus dem Vorjahr deutlich 1:00:01 Stunden). Ein Großteil der Starter freute sich sogar über das bescheidene Wetter, auch wenn der Wind teilweise von vorne kam. Bei den Männer sicherte sich Patrick Bahn den Gesamtsieg mit einer Zeit von 52:24 Minuten.

Nachdem auch der letzte Läufer die Ziellinie überquerte, fanden sich alle Starter im Festzelt ein. Zum Abschluss der Veranstaltung richtete Dreisbach ein paar Worte an alle. Besonderen Respekt zollte der Moderator dem ältesten Läufer des Starterfeldes, Horst Kühn (BSV Eickendorf, Jahrgang 1938), dem ältesten Läufer auf der 13-Kilometer-Strecke, Hartmut Schirmer (Kyffhäuser Bund, Jahrgang 1940), sowie dem jüngsten Starter beim Feldmarklauf, Julius Zöllner (Team Conrad Bernburg, Jahrgang 2007).