Schönebeck l Das Wetter war ein großes Thema, was in den Räumen der Erdgas Mittelsachsen GmbH (EMS) am Dienstagnachmittag in Schönebeck angesprochen wurde. Einer der wichtigsten Sponsoren des Solecups hatte, zusammen mit dem Veranstalter, zu einem Pressegespräch eingeladen. Hauptthema war dabei natürlich der Ablauf und vor allem das Starterfeld für die Leichtathletik-Veranstaltung, die am 24. Mai 2019 im Schönebecker Stadion an der Magdeburger Straße in ihre bereits 14. Auflage geht.

Zuschauer sind nah dran

Doch dazu wünschen sich natürlich alle Beteiligten auch gute äußere Bedingungen. Im Moment prophezeit die Wettervorhersage 18 Grad und Sonnenschein. Ein glühender Planet gehört auch zu den Erinnerungen, die EMS-Geschäftsführer Jens Brenner an seinen ersten Solecup-Besuch vor einigen Jahren hat. „Ich habe mir einen Sonnenbrand geholt“, merkt Brenner an. Ansonsten hat er aber nur Positives über das Leichtathletik-Event zu berichten: „Ich habe hautnah erlebt, wie so ein Wettkampf abläuft. Man ist ganz nah dran und das ist ein großes Plus für die Veranstaltung“, so Brenner.

Die Wettkämpfe in Schönebeck sind aber nicht nur für die Zuschauer ein Magnet, auch die Sportler zieht es seit Jahren in die Elbestadt. Bei vielen nationalen Spitzenathleten ist das Event mittlerweile im Kalender fett markiert.

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„Schönebeck eröffnet die Saison für die nationalen Werfer“, sagt Meeting-Direktor Hans-Peter Bischoff mit stolzgeschwellter Brust und betont seine Freude über „die Kompaktheit in den Starterfeldern“, die seit zwei Jahren beim Solecup vorherrscht.

Und deshalb verwundert es nicht, dass auch im Jahr 2019 wieder zahlreiche von Deutschlands Top-Werfern am Start sind. Bei einem Blick auf die Starterlisten fällt einem als erstes der Diskus-Cup der Männer ins Auge. Angeführt von Olympiasieger Christoph Harting aus Berlin sind zudem auch der Wattenscheider Daniel Jasinski sowie David Wrobel und Martin Wierig (beide SC Magdeburg) mit dabei. „Es sind komplett alle da. Das sind momentan die vier besten Diskuswerfer in Deutschland und mit Martin Wierig ist sogar ein Lokalmatador unter ihnen“, unterstreicht Bischoff die Qualität des Wettkampfes. Die ist auch bei den Frauen gegeben, wo mit Vize-Weltmeisterin Nadine Müller aus Halle ebenfalls ein sehr bekanntes Gesicht im Teilnehmerfeld auftaucht.

Aber nicht nur die nationale Elite gibt in Schönebeck ihre Visitenkarte ab. Auch internationale Stars der Szene konnte der Veranstalter an die Elbe lotsen. So wird der 25-Jährige Diamond-League-Sieger des Jahres 2017, der Amerikaner Darrell Hill, im Kugelstoßen mit dabei sein. Sein Duell mit Deutschlands derzeitigem Aushängeschild dieser Sportart David Storl verspricht besondere Spannung. Immerhin ist Storl Doppelweltmeister und dreifacher Europameister. „David will natürlich gewinnen“, weiß Hans-Peter Bischoff. Für die Zuschauer bietet dieses Duell zudem noch einen weiteren interessanten Aspekt. „Der eine ist ein Anstoßer, der andere ein Drehstoßer“, weist Bischoff auf die unterschiedlichen Techniken der beiden Spitzenathleten hin.

Christina Schwanitz fehlt

Beim Kugelstoßen der Frauen fehlt indes einer der bekanntesten Namen. Die derzeit beste Deutsche, Christina Schwanitz, ist beim Solecup nicht dabei. Der Grund: Trainingsrückstand. „Es fehlen vier bis fünf Wochen Training, das sind 400 bis 500 Stöße“, berichtete Bischoff von einem Telefonat mit ihrem Trainer. „Es tut mir wahnsinnig leid“, kommentierte der Meeting-Direktor das Fehlen der amtierenden Deutschen Meisterin.

Von Shanghai nach Schönebeck

Mit dabei ist hingegen Speerwerfer Thomas Röhler. Der Olympiasieger von 2016 tritt am Wochenende in Shanghai (China) beim Diamond League-Meeting an und reist anschließend nach Schönebeck. Wie sehr sich die Reisestrapazen auf seine Leistungsfähigkeit auswirken werden, bleibt abzuwarten.

Apropos Strapazen: Diese kommen auch auf die vielen Helfer zu, die den reibungslosen Ablauf der Wettbewerbe sicherstellen. Immerhin treten ja nicht nur die Topstars an, sondern es gibt auch zahlreiche Nachwuchsathleten, die ihr Können unter Beweis stellen wollen. „Ein Rekord ist schon da. 14 Wettbewerbe haben wir noch nie gehabt“, sagt Gesamtleiter Hans Weber.