Bernburg/Barby l Hätte jemand Jürgen Herrmann vor der Saison bescheinigt, dass seine Jugend den inoffiziellen Kreismeistertitel in den Händen halten würde, hätte der Übungsleiter der G-Junioren-Fußballer des SSV Blau-Weiß Barby höchstwahrscheinlich nur Lachend abgewunken. Doch seine Kicker bewiesen ihm das Gegenteil. Beim Biss-Cup 2019 setzte sich der SSV gegen 15 Kontrahenten der Fairplay-Liga durch und hielt am Ende des Tages den Pokal in den Händen.

Wenige Tore in der Vorrunde

Die Vorrunde begann verhalten mit wenigen Toren. Das erste Spiel wurde mit 1:0 gegen die zweite Mannschaft vom SV Schwarz-Gelb Bernburg gewonnen. Per Flachschuss ging Blau-Weiß in Führung. Das zweite Spiel gegen SV 09 Staßfurt war hart umkämpft, es ging hoch und runter. Der Spielmacher im Mittelfeld packte dann seinen bislang besten und wichtigsten Fernschuss aus und traf ins obere rechte obere Eck. Die Emotionen waren greifbar, denn wieder lautete der Sieger Barby.

Im dritten Vorrundenspiel hieß der Gegner SV Eintracht Peißen. Beide Teams schenkten den Ball kaum her und hatten gute Chancen. Nach einem super Kombinationsspiel des SSV über die Außen und einem cleveren Lupfer war die Querlatte der letzte Mann. Wenig später sorgte wieder ein Flachschuss für den Sieg. Mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 3:0 wurde die Tür zur Endrunde geöffnet. Diese wurde aufgrund der heißen Witterungsbedingungen verkürzt.

Im Halbfinale wartete kein Geringerer als „Angstgegner“ SG Börde-Hakel. Beide wollten ganz klar den Sieg. Chancen waren für beide vorhanden, nur das Tor musste getroffen werden. Beide Schlussmänner hielten ihre Kästen sauber und die Abwehrreihen hatten gut zu tun. Ein Neunmeterschiessen musste die Entscheidung bringen. Und hatten die Blau-Weiß-Kicker die stärkeren Nerven.

Auch Union 1861 Schönebeck sicherte sich im Neunmeterschiessen gegen den SV Plötzkau das Finale und musste nun gegen Barby antreten. Beide Mannschaften begannen stark, was allerdings auch zu erwarten war. Eine kleine Unachtsamkeit der Schönebecker Abwehr führte zu einem Querschläger, der im eigenen Tor landete. Die Unioner erholten sich von diesem Rückschlag nicht mehr und das Spiel war durch das Eigentor entschieden. Der Jubel bei Trainer und Mannschaft kannte keine Grenzen mehr.