Calbe l „Es ist immer wieder schön bei euch“, verabschiedete sich eine Trainerin bei TSG-Abteilungsleiter Gunnar Lehmann und verließ wie auch ihre Handballknirpse mit einem guten Gefühl die Hegersporthalle. Das 23. Mini-Weihnachtsturnier der TSG Calbe machte nicht nur den Trainern viel Spaß, sondern sorgte auch für strahlende Kinderaugen.

„Es war gut organisiert, alles hat reibungslos geklappt“, bedankte sich Lehmann bei Organisator Ulrich Wurbs und blickte nicht ohne Stolz auf das Heer an freiwilligen Helfern. E-Jugendliche, die den Kuchen verkauften, die B-Jugend am Kampfgericht, Spieler der Männermannschaften als Schiedsrichter, um nur einige der vielen fleißigen Unterstützer zu nennen. Das ist gelebter Zusammenhalt im Verein und etwas Besonderes, das auch den Gästen nicht verborgen blieb. „Da könnt ihr echt stolz drauf sein. Es ist so liebevoll organisiert und dazu ein tolles Rahmenprogramm“, schwärmte der Trainer des Nordhäuser SV gegenüber Lehmann, der das Lob umgehend an das Team im Hintergrund weiterreichte.

Ein Wiedersehen ist garantiert

Dankbar vernahm er, dass die Thüringer, die zum ersten Mal dabei waren, wiederkommen wollen, und wenn man sich in der Sporthalle umschaute, wurde schnell deutlich, dass dies wohl auch für die anderen Teams gilt. So spricht es sicher für das Turnier, dass viele Vereine jedes Mal kommen, man sich im Lauf des Jahres gegenseitig besucht und die sportliche Freundschaft bereits über lange Zeit pflegt.

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Ohnehin standen die Ergebnisse an diesem Tag nicht im Fokus. Viel wichtiger war der Spaß am Handball und den hatten die Minis definitiv. Da wurde gedribbelt – manchmal auch ein drittes oder viertes Mal –, die Bälle mehr oder weniger erfolgreich in Richtung Tor gebracht und so manch starke Parade gezeigt. Die Schiedsrichter arbeiteten mit Fingerspitzengefühl, griffen ein, wenn es sein musste und ließen laufen, was möglich war. „Trotzdem ging es vor allem unter den männlichen Teams richtig ab“, bemerkte Lehmann, denn ein Teil der Jungen ist bereits im Spielbetrieb und sammelt erste Erfahrungen in der E-Jugend. Das sah man auch in etlichen gelungenen Spielzügen und sehr sicheren Passwegen.

Langeweile kam indes auch in den Spielpausen nicht auf, denn die freiwilligen Helfer hatten einige Stationen aufgebaut, an denen sich die Kinder zwischen den Partien beschäftigen konnten. Voll dabei waren auch die Eltern auf der prächtig gefüllten Tribüne, die den Handballnachwuchs – übrigens nicht nur des eigenen Teams – wunderbar motivierten. „Die Stimmung war toll“, bestätigte der Abteilungsleiter glücklich.

Der Höhepunkt war schließlich die Siegerehrung, die der Weihnachtsmann auch in diesem Jahr persönlich vornahm. Im Beisein von Bürgermeister Sven Hause und Bollenkönigin Josi Würffel überreichte der Bärtige jedem der kleinen Handballer seine verdiente Medaille.

Die hatten sich im Vorfeld mächtig ins Zeug gelegt, um Knecht Ruprecht zu beeindrucken. Sie sagten Gedichte auf, sangen aus vollster Kehle Weihnachtslieder und riefen ihn so laut sie konnten. Da ließ er sich nicht lange bitten und brachte zudem für jedes Team eine prall gefüllte Geschenktüte mit.