Stendal l Mit dem 5:4 gelang der erste Erfolg in dieser Spielklasse. Die Schönebecker sahen dabei während der Einzel schon wie die Verlierer aus, starteten aber eine furiose Aufholjagd. Den Schönebeckern gelang der knappe 5:4-Sieg trotz einer 4:2-Führung des Staffelfavoriten SG Einheit Stendal. Die Doppel sollten an diesem Tag die Schlüsselpartien sein. Doch der Reihe nach.

Erxleben in Topform

Bei Temperaturen von gefühlten 40 Grad Celsius gingen zunächst vier Einzel klar mit 2:0 Sätzen an die Stendaler. Christian Erxleben konnte seinen Gegner jedoch nach unendlichen Slice-Duellen mit 6:4 und 6:1 in die Schranken weisen. Damit bestätigte er seine derzeitige Topform. Im letzten Einzel duellierten sich Marko Bittersmann und Maximilian Pefestorff. Ging der erste Satz noch deutlich mit 6:0 an den Stendaler, konnte Bittersmann im Tie-Break des zweiten Satzes nach 1:3-Rückstand das Ruder noch herumreißen und glich nach Sätzen aus. Trotz gut 15 Jahren Altersunterschied nahm Bittersmann seinen Lauf aus dem zweiten Satz mit und siegte in Durchgang drei nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit verdient mit 6:2.

Entscheidung im Doppel

Nun war alles noch möglich und die Doppel mussten die Entscheidung bringen. „Wir hatten einen taktisch sehr guten Matchplan und unsere Gegner aus Stendal taten sich sichtlich schwer bei der Aufstellung der Doppel und benötigten dafür fast eine Dreiviertelstunde“, berichtete Bittersmann.

Im ersten Doppel ließen Rienau/Bittersmann nichts anbrennen und siegten souverän 6:3 und 6:4. Dabei lief Maik Rienau zur absoluten Hochform auf und passierte Zein/Räbel mit harten Grundschlägen durch die Mitte, Cross und Longline nach Belieben. Anerkennend kam von Stendaler Seite der Ausruf: „Warum bist du nicht bei den French Open in Roland Garros dabei.“

Im zweiten Doppel mit Oschmann/Berg konnte die Hoffnung auf die Sensation aufrecht erhalten werden. Mit 6:2 und 6:4 ergänzten sich die starken Aufschläge von Oschmann und die Geduld von Berg ideal. So stand es 4:4 und letztlich war das alles entscheidende dritte Doppel Erxleben/Wietschke Zünglein an der Waage. Von Druck und Nervosität war bei beiden nichts zu spüren. Beide belohnten sich nach starker Energieleistung und viel taktischer Raffinesse mit jeweils einem Break pro Satz mehr als ihre Gegner mit einem 7:5 und 6:4 Zweisatzerfolg. Damit war die Sensation perfekt und der erste Sieg der Vereinsgeschichte in der Landesoberliga Wirklichkeit. Nun fiebert man optimistisch dem Ortsderby am 15.06. auf heimischer Anlage entgegen.