Salzlandkreis l Der Amateursport ruht weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie. Dennoch waren die Menschen im Salzlandkreis bereits fleißig aktiv. Nicht nur alleine machte sich die Bevölkerung auf die Socken oder die Reifen, teilweise wurde die gesamte Familie eingebunden. Und so wurden am Wochenende bereits fleißig Kilometer gesammelt. Egal ob auf dem Hometrainer, mit den Nordic-Walking-Stöcken oder dem Fahrrad. Jeder noch so kleine Fortschritt zählt für die Volksstimme-Aktion „In 80 Tagen um die Welt“.

Die Begeisterung ist groß und das Verlangen, sich körperlich zu betätigen, anscheinend ebenfalls. „Super Idee! Ich war gleich mal los“, schrieb Heike Thesenvitz aus Pretzien. Sie brachte sich derweil mit 11,06 Kilometer ein. Jens Thesenvitz unternahm eine ausgiebige Wanderung nach Magdeburg. Für Steffen Kuse von den „Sonntagsfahrern“ ist es eine „schöne Aktion. Ich denke, die 40.000 Kilometer werden kein Problem sein.“ Gute 50 Kilometer absolvierte Kuse nach nur zwei Tagen.

Ganze Familienausflüge standen ebenfalls auf der Tagesordnung. So begaben sich Thomas und Maren Vollhardt aus Brumby auf eine 8,7 Kilometer lange Wandertour. Von den Jüngsten bis zu den Ältesten – alle waren auf den Beinen. So auch die 77-jährige Gudrun Kästner aus Calbe, die für die Aktion sogar einen kleinen Umweg auf sich nahm.

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Radfahrer legen sich mächtig ins Zeug

Auf dem Rad werden natürlich die meisten Kilometer absolviert. Den bisherigen Spitzenwert hält Dennis Kranert aus Aschersleben, der neben Kuse auch für die „Sonntagsfahrer“ aktiv ist. Am Sonntag setzte sich Kranert auf sein Rad und spulte 93 Kilometer ab. Die Route führte über Staßfurt, Güsten und Hausneindorf bis nach Falkenstein im Harz. Mit ebenfalls über 90 Kilometern – allerdings an zwei Tagen absolviert – reiht sich Andreas Rogat aus Schönebeck ein. Seine Strecken verliefen rund um den Heimatort.

Ebenfalls eine längere Zeit im Sattel saß Gerhard Teichert von Union Schönebeck. Am Wochenende fuhr der Unioner 58 Kilometer. Auf 45 Kilometer kam Hans-Jürgen Wolf. Da jede Fortbewegungsart möglich ist, stiegen ein paar auch auf den Hometrainer. So zum Beispiel Barbara Braun. Auf der Ergometer-Anzeige standen am Ende 6,25 Kilometer. Alf Krafczyk aus Glinde kam beim Indoor-Cycling auf 22,02 Kilometer.

Nicht nur auf der Tartanbahn sind die Leichtathleten von Union Schönebeck aktiv, sondern in Corona-Zeiten auch auf Straßen und Gehwegen. Neben Heike von Mackrodt waren auch Sandra und Skrollan Stina Lahne unterwegs.

Kurz vor den Toren von Kiew

Klar wird aufgrund der bisher eingeschickten Strecken auch, dass die Bevölkerung gern an der frischen Luft verweilt, vor allem am Wochenende. Die Zahlen belegen, dass am Sonntag noch mehr Menschen auf die Wald- und Wanderwege ausweichen. Würde sich der Pulk an Sportbegeisterten also wirklich auf den Weg aus Schönebeck machen und die Route nach Osten einschlagen, stünden alle nun, nur zwei Tage nach dem Start der Aktion, in Schytomyr, einer Großstadt in der Ukraine vor den Toren Kiews. Eine beachtliche Strecke. Doch eine Pause ist ausgeschlossen, denn noch sind 38770 Kilometer zu absolvieren, um die Welt auch wirklich einmal zu umrunden. Bei all dem Eifer der Sportbegeisterten werden die nächsten Kilometer aber nicht lange auf sich warten lassen.

Das erste Fazit: Alle sind mit Begeisterung dabei und haben große Freude an der Bewegung. So soll es auch weiterhin laufen. Denn in Zeiten, in denen jeglicher Trainingsbetrieb ruhen muss, gibt es genug Alternativen, um auf seine Fitness zu achten. Der Salzlandkreis macht es vor.