Schönebeck l Die Doppelbelastung gibt es nicht nur im Fußball, sondern auch im Volleyball. Ein Teil der Landesligaspielerinnen des SV Pädagogik Schönebeck waren nämlich bereits am vergangenen Sonnabend bei der U 18 im Einsatz. Dort starten die Elbestäderinnen mit einem Sonderspielrecht. So spielten zum Beispiel Jamie Katillus, Eva Neumann und Charlotte Prestel für die Jugend in der Relegation A. Dort landeten die Schönebeckerinnen auf dem vierten Platz und sicherten sich die Teilnahme am A-Finale, welches am 2. März vom VC Bitterfeld-Wolfen veranstaltet wird.

Nur einen Tag später waren die Spielerinnen dann in der Landesliga Nord gefragt. Denn am letzten Heimspieltag der Saison spielte der SVP gegen den Freizeitverein Eintracht 91 Güsten (8.) und der WSG Reform Magdeburg II (9.). Als Favorit, Schönebeck belegt den vierten Rang, wurden die Spielerinnen ihrer Rolle gerecht und fuhren zwei 3:0-Siege ein, die „wir uns auch vorgenommen hatten“, so SVP-Coach Kevin Trenkler. „Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, auch die Leistung war in Ordnung.“

SV Pädagogik Schönebeck - Freizeitverein Eintracht 91 Güsten 3:0 (27:25 25:20 25:13)

„Wir sind schwer in die Partie gekommen“, sagte Trenkler, denn die schweren Beine einiger Spielerinnen waren durchaus spürbar. Doch vor allem die ersten beiden Sätze verliefen eng, auch weil wieder „kleine Fehler gemacht wurden“, beobachtete Trenkler. „Ein paar mal waren sie nicht so aufmerksam, die Konzentration hat gefehlt.“ Auch durch Aufschlag- und Abspielfehler wurde der Gast aus Güsten unnötig stark gemacht.

Steigerung sorgt für klaren Erfolg

Der dritte Satz verlief dann allerdings sehr deutlich. Denn der SVP steigerte sich, vermied einfache Fehler. So kam Güsten kaum noch zu Punkten. „Nach hinten heraus haben wir es dann doch deutlich gemacht“, bestätigte auch Trenkler. „Wir haben den Kopf aus der Schlinge gezogen.“

SV Pädagogik Schönebeck - WSG Reform Magdeburg II 3:0 (25:23 25:17 25:21)

Der Beginn der zweiten Partie stimmte Trenkler allerdings nicht so zufrieden. Denn der SVP führte zwischenzeitlich bereits mit 7:1, leistete sich aber wieder Fehler, sodass die WSG Reform II zum 7:7 ausgleichen konnte. Nach einem umkämpften ersten Satz lief es danach wieder besser.

So hatte Trenkler auch die Möglichkeit, allen 13 Spielerinnen Einsatzzeit zugeben und auch Spielerinnen aus der Stammformation ganz auszuwechseln. „Ich wollte einfach schauen, wie sich der Rest so schlägt. Aber die Mädels haben das gut gemacht und immer die Ruhe bewahrt“, freute sich Trenkler, dass auch die Reservespielerinnen ihren Dienst gewissenhaft vollzogen haben.

Im Nachgang fasste Trenkler zusammen, „dass es zwei verdiente Siege waren“. Jetzt starten die Vorbereitungen für den zentralen Abschlussspieltag in Oschersleben. Doch bis dahin ist noch über ein Monat Zeit. Gespielt wird am 17. März.

Dann trifft die Mannschaft aus der Elbestadt auf den HSV Medizin Magdeburg und den SV Teutonia Siersleben. Mit einem Erfolg gegen Magdeburg könnte der SVP am Gegner vorbei gehen. Aber auch Siersleben wird um Punkte kämpfen, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten. Zum Abschluss warten also noch packende Spiele.