Schönebeck l Eine ungewöhnliche Pause mussten die Volleyballerinnen des SV Pädagogik Schönebeck am Wochenende einlegen. Es lief gerade das Landesoberliga-Spiel gegen den USV Halle II, welches mit 1:3 (28:30, 29:27, 16:25, 16:25) verloren ging, als die Wasserflasche der Schiedsrichterin umkippte und sich das Wasser auf dem Hallenboden verteilte. Mit Tüchern wurde der Boden getrocknet und das Spiel fortgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt des zweiten Satzes führte der SVP mit 20:16. „Wir wurden aus dem Rhythmus gebracht. Die Phase danach hat viel Kondition gekostet“, erklärte SVP-Coach Dirk Schambier. Satz zwei wurde noch erfolgreich gerettet, doch die beiden Folgesätze gingen an die Hallenserinnen.

Die Luft fehlt zum Ende

Im zweiten Spiel gegen den HSV Medizin Magdeburg verlief es ähnlich. „Auch hier haben wir in Satz eins und zwei gesehen, dass wir auf Augenhöhe agiert haben. Die Luft nach hinten heraus hat dann aber wieder gefehlt“, sagte Schambier. Mit 0:3 (21:25 16:25 17:25) ging auch die zweite Partie verloren.

Für den Coach ist das aber nachvollziehbar. Aufgrund der Umstrukturierungen im Sommer, einige wichtige Spielerinnen und Trainer Kevin Trenkler haben den Verein verlassen, war die Vorbereitung sehr kurz. „Wir haben zudem zum ersten Mal in dieser Formation gespielt. Ich habe gesehen, das wir ein Spiel aufbauen können und deshalb bin ich auch stolz auf die Mannschaft. Die jeweils ersten beiden Sätze haben wir auf hohem Niveau gespielt.“

Mit Adele Schultze-Niehoff und Annemarie Conrad standen auch gleich zwei Neuzugänge auf der Platte. Anna Meyer und Elisabeth Schallehn rückten aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft auf.

Alle setzten die Vorgaben des Trainers, zumindest zu Beginn der beiden Spiele, sehr gut um. „Unsere Aufgabe bestand zum Auftakt darin, die Annahme zu stabilisieren. Das haben wir auch schon gut hinbekommen“, beobachtete Schambier. Doch der Power-Angriff, der zeitweise gespielt wurde, kostete auch viel Kraft.

Deutlich wurde das vor allem im Spiel gegen die Magdeburgerinnen, denn ein Satzgewinn blieb dem SVP verwehrt. „Anfangs konnten wir noch gut mithalten“, sagte der Coach, aber auch diese Partie zehrte zu stark an den Kraftreserven. „Wir haben in beiden Spielen gezeigt, dass wir dennoch stabil stehen. Das es allerdings einige Baustellen gibt, ist klar“, meint Schambier. Ganz oben auf der Liste steht dabei die Block- und Feldabwehr. Fortschritte machte der Übungsleiter aber auch in diesem Bereich schon aus.

Für die Schönebeckerinnen gibt es bereits am kommenden Wochenende die Chance, es besser zu machen. Am Sonnabend um 10 Uhr treffen die Schönebeckerinnen auf die VVSA-Landesauswahl (USV Halle). Ob der Lerneffekt dort schon wirkt, wird sich zeigen.