Solpke/Mieste (kmü/tsb) l Trotz vollbesetzter Auswechselbank und reichlicher Fanunterstützung kehrte die Verbandsliga-Mannschaft des SV Wacker Westeregeln mit einer 27:31 (12:19)-Niederlage vom Auswärtsspiel bei der SG Solpke/Mieste zurück.

Beide Teams zeigten sich zu Spielbeginn auf Augenhöhe und waren gleichauf. Das erste Tor der Begegnung war Tobias Deutscher vorbehalten, der per Strafwurf zum 1:0 für den SVW traf (3.). In der Folgezeit legten die Gastgeber stets vor, während Wacker durch Clemens Grafenhorst, Christopher Gorges und Deutscher jeweils nachzog (5:5, 12.).

Nach knapp 20 Minuten Spielzeit konnte die SG erstmals einen kleinen Vorsprung von vier Toren erzielen, woraufhin Wackers Trainergespann Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst die Auszeit nahmen. Doch die kurze Einweisung des Teams brachte leider keine Verbesserung. Trotz der Tore von Mike Garbaczok und Steffen Laschke zogen die Gastgeber weiter davon und erhöhten ihren Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf 19:12.

Nach der Pause ging das körperbetonte Spiel in die nächste Runde. Die SG Solpke/Mieste baute ihre Führung weiter aus und Wacker gelangen lediglich zwei Strafwurftore (21:14, 35.) durch Grafenhorst. In der 36. Minute unterbrachen die Wackertrainer das Spiel und holten ihre Jungs, aufgrund einiger umstrittener Schiedsrichterentscheidungen, von der Platte. Nach kurzer wie heftiger Diskussion wurde das Spiel fortgesetzt.

Westeregeln gab trotz des großen Rückstandes nicht auf und kämpfte sich durch Tore von Christian Jakobi, Göran Feldheim, Laschke und Garbaczok wieder heran (24:20, 45.). Beide Teams schenkten sich nichts - Westeregeln verkürzte sogar auf zwei Tore (26:24, 53.). Nun schien wieder alles möglich und das SVW-Spiel lief schneller. Doch kurz darauf schlichen sich vermehrt Fehler bei den Gästen ein, die von der SG eiskalt ausgenutzt wurden (28:24, 54.). Feldheim verwandelte daraufhin einen Konter, Deutscher traf im Strafwurf gegen Quatz und ließ das Team hoffen (58.).

Doch Solpke/Mieste blieb nervenstark und spielte nun geschickt die Zeit herunter, sodass Wacker keine Möglichkeit zum Ausgleich blieb und die Gastgeber bis zum Schlusspfiff noch auf 31:27 erhöhten. Wie bereits in den vorherigen Spielen lässt sich ein deutliches Schema in den Wacker-Spielen finden. Nach einem Rückstand wird eine sehenswerte Aufholjagd gestartet, an deren Ende jedoch kein Sieg vergönnt ist und der Gegner den Erfolg davonträgt. Letztlich wurden in dieser Partie einfach zu viele Chancen und freie Würfe vergeben, die schließlich zur Weiterführung der Pechsträhne führen.

Nun empfängt Wacker den HV Ilsenburg und hofft auf die Unterstützung der Zuschauer, um die Niederlagenserie endlich durchbrechen zu können.

Solpke/Mieste: Quatz, Thielebein - P. Gürtler (5), K. Gürtler, Röscher, Hauf, Stadtmeister (3), Sauer (8/2), Texdorf (6), Seiler, Friedrichs (1), Füchsel (7/1), Blume (1).

Wacker: Salm, Howahl - Deutscher (6/3), Laschke (3), Gorges (2), Grafenhorst (4/3), Rothe (1), Garbaczok (5), Feldheim (3), Thamm, Liebscher, Jakobi (3), Mack.

Siebenmeter: Solpke 4/3 - Wacker 10/6

Zeitstrafen: Solpke 8 - Wacker 7