Kampf und Leidenschaft bot das Fußballderby zwischen dem SV Förderstedt und dem TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens. Am Ende trennten sich beide Teams gerecht 1:1 (0:1)-unentschieden, wodurch der SVF (1.) seinen Drei-Punkte-Vorsprung in der Landesklasse, Staffel III, auf den TSV (3.) wahrte.

Förderstedt l Es waren wohl noch nicht alle 91 Zuschauer anwesend, da führte die Gästemannschaft schon mit 1:0 (4.). Nach einer Ecke für Förderstedt startete der TSV den Konter über Jens Basener und Shimon Wolff. Am Ende bediente Ersterer nach starker Vorarbeit Letzteren. "Da waren wir nicht richtig sortiert", kritisierte SFV-Coach Lothar Lampe.

Seine Mannschaft wirkte zwar bemüht, Kleinmühlingen ließ sie aber nicht wie gewohnt ihr Spiel aufziehen. Hohe Bälle auf beiden Seiten sowie viele Zweikampfduelle im Mittelfeld bestimmten die Partie. Einmal kombinierte sich der Gastgeber gut durch. Am Ende dieser Ballstafette hätte Chris Ingler jedoch selbst den Abschluss suchen müssen, statt den in der Mitte gedeckten Marcus Bolze zu suchen. Eben jener Kapitän des SVF erzielte zwar wenig später den Ausgleich, doch der Schiedsrichter erkannte das Handspiel und gab den Treffer nicht. Wolff, der übrigens 60 Minuten mit einer Leistenzerrung durchhielt (TSV-Coach Mario Katte: "Hut ab vor dieser Leistung."), hatte mit seiner zweiten Chance kurz vor der Pause das 2:0 für den TSV auf dem Fuß, schoss aber ans Außennetz.

Lampe nahm nach der Pause eine Änderung vor. Marcus Janich rückte für den in der Kabine gebliebenen Steffen Böhlert in den Sturm neben Bolze. Martin Stille kam in die Partie und übernahm die linke Seite im Mittelfeld. "Diese Umstellung war wichtig, sie hat Schwung gebracht", so Lampe. In der Tat drückte der SVF nun auf den Ausgleich. Doch Bolze scheiterte zunächst dreimal aus guten Positionen, um nach einem Freistoß per Kopfball mit seinem 16. Saisontor den 1:1-Ausgleich (65.) zu erzielen.

Dabei blieb es, auch weil in der Schlussphase weniger der Fußball im Mittelpunkt stand. Fouls und Nickligkeiten auf beiden Seiten wurden vom unsicher agierenden Schiedsrichter ein ums andere Mal falsch bewertet. Nur Tim Tappenebeck musste nach Foul an Sebastian Durrhack mit glatt Rot vorzeitig zum Duschen.

Für Katte war der Platzverweis absolut berechtigt. Lampe verhielt sich diplomatisch: "Man kann die Rote Karte geben. Bei solchen Platzverhältnissen muss man es aber nicht." Eine Gelbe Karte hätte es wohl getan, wenn auch die Gemüter nicht beruhigt.

Nach dem Ende der Partie war dies aber wieder der Fall. Beide Coaches konnten mit dem Punkt leben. "Im Gesamtpaket geht das Remis in Ordnung", so Katte. "Unterm Strich war es ausgeglichen", sagte Lampe.

SV Förderstedt: Binnebößel - Liensdorf, Conrad (86. Lattorf), Tappenbeck, Marcus Janich, Böhlert (46. Stille), Ingler, Hauschild, Strobach, Buschke, Bolze

TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens: Ulrich - Karg, Balder, Möbius, Götsche, Kirchhoff, Basener, Teufel, Wolff (64. Berlau), Kuhne, Durrhack