Salzlandkreis (tsb) l Fast schien es so, als beherrschten die Abwehrspieler das Wochenende in der Fußball-Salzlandliga. So fielen nahezu zwei Drittel der Nennungen auf die Spieler, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den gegnerischen Stürmern das Leben möglichst schwer zu machen und diesen den Torerfolg zu versagen.

Die häufigsten Nominierungen entfielen an diesem 22. Spieltag auf den SV Rathmannsdorf und den FSV Nienburg. Zwei Teams also, die sich im Mittelfeld der Tabelle wiederfinden und wichtige Siege zur Behauptung ihrer aktuellen Tabellenränge feierten.

Beim 3:1-Erfolg des SVR in Eickendorf sah Gästecoach Frank Oehme eine sehr starke Mittelfeldleistung bei seinem Team. In diesem stach vor allem Sebastian Pätzold mit "zwei Torvorlagen und einer großen Laufbereitschaft hervor". Aber auch Alexander Bock verdiente sich für seine "tolle Spielführung" die Nominierung für die Salzlandelf des Tages.

In Nienburg feierte das Team von Dirk Bizuga einen wichtigen 2:0-Erfolg gegen Baalberge, bei dem sich Tim Knöfler mit seinem Tor "neues Selbstbewusstsein holte". Maximilian Zingel, der in der Defensive mit Danny Krebs "die Angriffsspitzen der Gäste abmeldete", agierte stark.

Für Tino Kirst, Trainer der TSG Tarthun/Unseburg, zeigte einzig Andreas Kowalski eine "gute Partie", verhinderte die knappe Heimniederlage gegen Winningen allerdings nicht.

Im Abstiegskampf durfte sich Ilberstedts Trainer Mirko Peter vor allem auf seinen zentralen Mittelfeldspieler René Thurm verlassen, der "nicht einen Zweikampf verlor und das Spiel lenkte", so der Coach. Zudem hob er Abwehrspieler Daniel Matthias lobend hervor, der "trotz Kopfverletzung und mit einem Turban versehen bis zum Schluss kämpfte".

In der Partie des Schönebecker SC II gegen den SV Wolmirsleben (3:3) sahen die Zuschauer nicht nur viele Tore, zudem auch zwei Spieler, die ihre Trainer mit auffälligen Leistungen überzeugten. Für SSC-Coach Sascha Igel kam einzig Enrico Both für eine Nominierung in Frage. Dieser hielt beim Stand von 0:1 einen Strafstoß der Gäste und sein Team somit für den Rest der Zeit in der Partie. Doch auch der Rest des Teams wusste "kämpferisch zu überzeugen", so der Trainer.

Sein Gegenüber, Jürgen Kauws, hob auf Wolmirsleber Seite Thomas Kneisel hervor, der "jederzeit anspielbar und brandgefährlich war". Zudem erzielte der Mittelstürmer zwei Tore und zeichnete sich hauptverantwortlich für den Auswärtspunkt. Eine Nennung, aber keinen Platz in der Salzlandelf, verdiente sich außerdem Manuel Babe. Der erneut reaktivierte Verteidiger agierte dabei gewohnt "zweikampfstark und routiniert".

Auch in der Partie Einheit Bernburg gegen die Landesligareserve der TSG Calbe (1:1), empfahl sich jeweils ein Spieler beider Mannschaften. Dabei nötigte der Bernburger Verteidiger Ricardo Beck seinem Trainer Norbert Lehmann ein großes Kompliment ab. "Er hielt die Abwehr zusammen" und sicherte seinem Team somit einen "sehr glücklichen Punkt", so Lehmann.

Der Co-Trainer der TSG, Detlef Sobczak, nominierte Christian Kober auf der rechten Außenbahn. "Er machte viel Betrieb und gab die Flanke zum verdienten Ausgleich." Außerdem fielen dem Coach die "zweikampfstarken" Patrick Daniel und Sven Bartsch ins Auge, die zudem die Mehrzahl der gegnerischen Angriffe gewohnt "sicher abräumten".

Den letzten Platz im Sturm verdiente sich der Gnadauer Philipp Oppelt. "Er sorgte mit Flanken- und Sturmläufen immer wieder für Gefahr", so Trainer Sebastian Pape, der auch Andreas Böhme auf der Außenbahn mit einem Lob versah.