Atzendorf/Staßfurt l Die Partie beginnt um 14 Uhr. Während es für die Gastgeber um extrem wichtige Zähler geht, sehen die Bodestädter der Partie mit weit weniger Druck entgegen. Dabei kann Atzendorf auf eine positive Bilanz gegen den SV 09 zurückblicken. In der vergangenen Saison holte die ZLG vier Punkte aus den beiden Partien. „Damals war die Situation ähnlich wie heute“, erinnert sich Coach Steffen Grohe. Allerdings fügt er mit Blick auf die Tabellensituation auch hinzu: „Staßfurt ist der Favorit, wir sind der Underdog.“

Dem widerspricht 09- Trainer Axel Quednow ein wenig. „Atzendorf hat in der Vergangenheit das bessere Spiel gezeigt. Wenn die Mannschaft ihr Potenzial abrufen würde, ständen sie besser da.“ Die Gäste nehmen den Vorletzten der Landesklasse nicht auf die leichte Schulter. Und das sollten sie auch nicht, denn Grohe hat seiner Elf eingeprägt: „Es ist ein wichtiges Spiel. Nicht nur, weil es ein Derby ist.“ Mit offenem Visier tritt die ZLG aber nicht an. „Das wäre gegen Staßfurt tödlich.“ Es heißt, hinten sicher stehen. Zumal der Gegner mit zwei starken Leuten in der Offensive aufwartet. Die Gebrüder Felix und Bastian Jesse machten in dieser Saison schon mehrfach von sich reden. „Vor allem Bastian hat eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen“, erkennt Grohe an.

Die Atzendorfer haben dagegen mit Sebastian Tolle vorn einen Leitwolf. „Wir wissen, dass er ein sehr guter und vor allem unbequemer Spieler ist“, schätzt Quednow ein. „Man muss erst einmal so viele Tore erzielen.“ Tolle liegt mit elf Treffern auf dem zweiten Platz der Liga-Torjägerliste. „Wir stellen deshalb aber niemanden für ihn ab“, betont Quednow. Das gleiche gilt auf für die ZLG. Grohe setzt niemanden auf die Gebrüder Jesse an. „Das ginge in die Hose.“ Vielmehr will der Trainer sehen, „dass meine Mannschaft die gute Stimmung im Training auch auf dem Platz umsetzt. Das Derby ist das Highlight der Saison.“ Getrübt wird die Vorfreude allerdings etwas von der klaren Niederlage der ZLG in Hadmersleben.

Aber auch die Staßfurter reisen mit einer Niederlage im Rücken an. Gegen den Spitzenreiter Germania Wulferstedt kassierte der SV 09 zuletzt eine 1:3-Pleite. „Das Spiel haben wir unter der Woche dementsprechend ausgewertet“, berichtet Quednow. Trotz der gleichen Ausgangslage liegt der Druck klar beim Gastgeber, denn dieser will sich endlich aus dem Tabellenkeller befreien. Grohe versuchte ihn im Vorfeld aber möglichst gering zu halten.

Es fehlen: Kay Faatz, Christian Rock, Sven Wolter (alle verletzt), Marcel Maier (gesperrt) – Patrick Lissek, Kevin Hartmann (beide verletzt), Nick Unger (gesperrt); SR: Heinz Schwarzlose (Rogätz); Saison 2014/15: 1:1/4:1

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