Halle l Gleich von Beginn an bewiesen die Gäste, dass sie mit den Mannschaften des oberen Tabellendrittels mithalten können. Zunächst geriet der HCS zwar mit 0:1 in Rückstand, dann gelang es Salzland jedoch, einen 5:0-Lauf hinzulegen und sich zum 5:1 erstmals abzusetzen. „In dieser Phase haben wir vor allem in Angriff sehr gut gespielt“, lobte HCS-Trainer Stefan Rähm. Union nahm eine Auszeit und stellte sich noch einmal neu ein. Dies zeigte Wirkung. „Der Gegner stellte eine sehr junge und schnelle Mannschaft“, berichtete Rähm. „Dadurch konnte er vor allem über Konter aufholen.“ Halle-Neustadt II glich zum 7:7 aus. Von da an blieb es ein Spiel auf Augenhöhe und es ging mit einem 15:15-Unentschieden in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Bis zum Stand von 20:20 konnte sich kein Team einen Vorsprung erarbeiten. Dann gelang es dem HCS erneut, eine Serie hinzulegen und sich zum 27:23 abzusetzen. In dieser Phase fielen vor allem Jo-Ann Brunne und Christiane Jacobi auf, die sich in Angriff und Abwehr abwechselten. „Das war ein starkes Spiel von beiden.“ Außerdem stachen einmal mehr Yvonne Sachse und Stephanie Jäger als Torgaranten heraus. Sachse traf im Spiel insgesamt siebenmal, Jäger erzielte zehn Tore.

Am Ende durften die „Wildgänse“ über einen 29:26-Auswärtssieg jubeln. „Es war der Abschluss einer insgesamt guten ersten Halbserie“, schätzte Rähm ein. „Wir sind zunächst schlecht gestartet, haben uns dann aber gefangen. Gegen Lok Schönebeck hatten wir dann einen Hänger. Das beweist, dass sich die Mannschaft in einer Findungsphase befand und teilweise noch befindet. Wenn Leistungsträger ausfallen, können wir dies derzeit noch nicht optimal kompensieren.“

HC Salzland 06: Braune, Weiß – Zeidler (1), Bartsch (3), Fiedler, Kreglin, Förster (1), Brunne (1), Sachse (7), Jacobi (1), Göpel (3), Hähnel (1), Block (1), Jäger (10)

Siebenmeter: Halle-Neustadt 3/2 – Salzland 7/5, Zeitstrafen: Halle-Neustadt 2 – Salzland 4