Staßfurt l Der Wurm scheint weiterhin beim SV 09 Staßfurt drin zu sein. Zur Halbzeit sah es nach einem Dreier aus, doch in der zweiten Hälfte agierten die Bodestädter oftmals zu passiv, sodass der TSV Hadmersleben noch zum Ausgleich kam. Letztlich konnten die Gastgeber wohl zufrieden sein, aber Trainer Axel Quednow war es nicht. „Einige in der Mannschaft sollten allmählich wirklich an ihrer Einstellung arbeiten“, fand der Coach klare Worte. „Wir haben uns vor allem in der zweiten Halbzeit mehr mit uns selbst als mit dem Gegner beschäftigt.“ Dies führte dazu, dass Hadmersleben nicht nur zum Ausgleich kam, sondern auch mehr Spielanteile und Torchancen hatte.

In der ersten Halbzeit sah dies noch anders aus. Nick Unger brachte die Gastgeber nach gerade einmal sieben Minuten mit 1:0 in Führung. „Wir haben in den ersten 45 Minuten guten Fußball gespielt“, schätzte Quednow ein. „Vor allem waren wir wesentlich kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor.“ Kurz vor der Pause passte Toni Härtge auf Matthias Lieder, der zum 2:1 einschob.

In der zweiten Hälfte waren solche Aktionen dann Mangelware beim SV 09. Hadmersleben gewann mehr Zweikämpfe und tauchte immer wieder vor dem Kasten von Philipp Beier auf. Zunächst konnte der Keeper und auch einige der wacheren Abwehrakteure den Ausgleich verhindern. In der 72. Minute nutzten die Gäste jedoch einen Fehler der Staßfurter Defensive zum 2:2-Ausgleich. Torschütze war hier Michael Niemann.

Der Gegentreffer sorgte für eine Druckphase seitens des SV 09. So versuchte es beispielsweise Lieder im Alleingang. Zwei Hadmerslebener stellten sich ihm in den Weg. Das erste Duell gewann der Staßfurter, doch beim zweiten verlor er dann zu leicht den Ball. Eine weitere gute Aktion kam von Danny Reuscher. Er setzte sich auf Rechtsaußen durch und passte den Ball in den Strafraum zu Timm Witte. Dieser kam jedoch einen Schritt zu spät und erwischte so den Ball nicht mehr richtig. Er wurde somit eine leichte Beute von Hadmerslebens Keeper Andy Behrens. Nach dieser starken Phase fielen die Gastgeber jedoch mehr und mehr zurück in Passivität. Hadmersleben blieb stets lauffreudiger und versuchte, noch das Siegtor zu erzielen. Zudem bauten die Gäste hinten ein Bollwerk auf, durch das Staßfurt schließlich kaum noch durchkam. Da der TSV allerdings mit seinem Chancenplus doch recht freigiebig umging, blieb es beim 2:2-Unentschieden.

„Wir haben den Gegner in der zweiten Halbzeit aufgebaut“, haderte Quednow. „Wir haben im Vorfeld auf die starken Spieler Hadmerslebens wie Stefan König oder Andy Zeidler hingewiesen. Aber wenn man sich eben mehr mit sich selbst beschäftigt, dann vergibt man einen Sieg. Einige müssen begreifen, dass Fußball ein Mannschaftssport ist.“ Der Coach hatte allerdings nicht nur Tadel zu vergeben. Vor allem die A-Junioren, die aufgrund der schlechten personallage aushalfen, verdienten sich ein Lob. „Dustin Abresche, Lukas Möller und Tim Witte hatten ja schon ein Spiel in den Knochen, da sie am Vortag mit der A-Jugend spielten. Trotzdem haben sie sehr viel Einsatz gezeigt. Vor allem Dustin hat ein unwahrscheinliches Laufpensum abgespult. Da kann sich so manch anderer mal eine Scheibe abschneiden.“

SV 09 Staßfurt: Beier – Abresche, Kasper, Unger, Möller (46. Jesse), Lieder, Stachowski, Horstmann (38. Witte), Mähnert, Limpächer, Härtge (72. Reuscher)

TSV Hadmersleben: Behrens – Brieger, K. König, Kittelmann, Manegold, S. König, Reiser, Zeidler (90.+3 Kelle), Althaus (62. Hentrich), Gammisch, Niemann

Tore: 1:0 Nick Unger (7.), 1:1 Stefan König (22.), 2:1 Matthias Lieder (44.), 2:2 Michael Niemann (22.), SR: Robert Stähr (Bismark); ZS: 59