Borne l So unterschiedlich war die vorweihnachtliche Stimmung in Borne und Schönebeck. Das Derby in der Handball-Verbandsliga war das letzte Spiel für beide Teams in diesem Jahr. Während es die SG Lok nach dem Sieg und dem ersten Platz zur Pause nun etwas ruhiger angehen kann, werden die Germanen die spielfreie Zeit nutzen, um sich intensiv auf die Rückrunde vorzubereiten.Der SV Germania „überwintert“ auf dem elften Tabellenplatz und muss aufpassen, nicht in die Abstiegszone zu rutschen. Dass Borne in der Hinrunde nicht das Optimum erreichen konnten, hatte mehrere Gründe. Einer davon ist die Personallage. „Wir mussten auf unsere starken Spieler wie Benjamin Prosowski oder Christian Fink verzichten. Zudem haben wir auch viele Spieler aus der Reserve hochgezogen, die erst einmal integriert werden mussten“, erklärte Oliver Schulke. Eine Entschuldigung soll dies aber nicht sein.

Und wenn man sich den Halbzeitstand von 12:17 anschaute, dann hielten die Gastgeber in der ersten Hälfte des Derbys auch mit. „Wir sind gut reingekommen und standen in der Abwehr gut. Im Angriff haben wir allerdings zu viel liegen gelassen“, schätzte Schulke ein. Borne geriet mit 1:4 in Rückstand, kämpfte sich aber zum 4:4 wieder heran . Bis zum 8:8 blieb die Partie auf Augenhöhe. „Dann haben wir und Fehler geleistet, die Lok sofort bestraft hat.“

Aber auch Schönebeck haderte mit der Fehlerquote. „Die Deckung stand zwar kompakt und wir konnten über Konter einfache Tore erzielen, aber wir haben uns auch teilweise mit der Deckung des Gegners schwer getan“, fasste Lok-Trainer Henning Stapf zusammen. Zum Ende der ersten Hälfte stellte seine Sieben die Fehler aber ein und ging mit einem 17:12-Vorsprung in die Kabine.

In der zweiten Hälfte konnten die Gastgeber dann nicht mehr an die gute Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. „Wir haben den Faden verloren“, sagte Schulke. Lok baute dagegen hinten ein Bollwerk auf. „Die Deckung stand super“, lobte Stapf. „Außerdem ist es uns gelungen, die langen Kreuzbewegungen, die wir im Training geübt haben, umzusetzen.“ So wurde vor allem die linke Seite gut in Szene gesetzt. An deren Spitze stand Kevin Krause, der zehn der insgesamt 30 Tore für Lok markierte. Durch den Sieg kletterte Schönebeck auf den ersten Platz. „Aber das ist nur eine Momentaufnahme“, betonte Stapf. „In der Rückrunde warten zu Beginn gleich schwere Gegner wie Güsen oder Westeregeln auf uns.“ Borne will die Pause nutzen. „Wir wollen dann auch endlich all das umsetzen, was wir uns im Training so hart erarbeiten“, sagte Schulke.

Borne: Brinkmann, T. Halfpap – Lahne, Schafflik (2), Dix, Prosowski (8), Scholz (3), Wegener, Heyer (2), Neugebauer (1), Wilke, Schulke (2)

Schönebeck: Knörich, Schuster – Warschkau (2), Bauer (29, Kazmirowski (3), Riedel (1), Meißner (1), Blumenthal (1), Mattisseck (3), Schröder (7), Schulz, Krause (10)

Siebenmeter: Borne 4/1 – Schönebeck 4/1, Zeitstrafen: Borne 4 – Schönebeck 4; Rot: Guido Lahne (49:50) - Borne-

Bilder