Staßfurt (fna) l Angesichts der Staßfurter Dominanz durfte sich Maxi Scheuermann auf der Bank bereits die Schuhe ausziehen, obwohl das Spiel gegen den CV Mitteldeutschland noch lief. Beim 23:10 im dritten Satz rechnete die Mittelblockerin des VC 97 nicht mehr mit einer Einwechslung, die Gäste hätten dafür mindestens 13 Punkte in Folge erzielen müssen. Das gelang nicht. Im ersten Spiel der Volleyball-Landesoberliga behielt der Gastgeber also mit 3:0 (25:4, 25:16, 25:10) die Oberhand und setzte im Anschluss noch einen drauf. In einem echten Krimi gewannen die Schützlinge von Trainer Joachim Scheuermann mit 3:2 (25:19, 23:25, 25:20, 20:25, 18:16) gegen die Blankenburger Volleyballfreunde, die bis dato unbezwungen waren.

Es war eine sehr ausgeglichene Partie gegen den Tabellenführer, was die Ballpunkte bestätigten (111:105). Blankenburg, das vor allem über die Mitte seine stärksten Spielerinnen hat, agierte gewohnt abgeklärt. Für Staßfurt ging es darum, die Mittelblockerinnen aus dem Spiel zu nehmen - schwere Aufgaben für Maxi Scheuermann und Julia Helm, die aber immer wieder erfolgreich dagegenhielten. Mit der Unterstützung des lautstarken Publikums sicherte sich der VC 97 den ersten Satz. "Wir haben im Angriff viel über Außen gespielt und immer wieder versucht, dabei die Pässe schnell zu machen", erklärte der Trainer. "Damit haben wir wohl die wichtigen Punkte erzielt."

Auch der fünfte Satz war sehr ausgeglichen, die Gäste hatten bereits zwei Matchbälle, bevor sie die entscheidenden Fehler begingen und Staßfurt damit die Oberhand behielt. Sie konnten schließlich befreit aufspielen. "Wir wollten gewinnen, mussten aber nicht."

In der ersten Partie kostete die Gegenwehr des CV Mitteldeutschland, der nur mit sechs Spielerinnen angereist war, kaum Kraft. Eine Mittelblockerin verletzte sich bei der Erwärmung und konnte nur aus dem Stand agieren, weshalb die Sätze deutlich an den VC 97 gingen. Nur im zweiten Durchgang war die Annahme einen Moment lang unkonzentriert, kassierte mehrere Aufschlagpunkte gegen sich. "Angebrannt ist aber nichts", betonte Scheuermann.

Durch die beiden Erfolge klettern die Staßfurterinnen auf den dritten Tabellenplatz. Geht es nach dem Trainer, so ist aufgrund des Restprogramms auch am Ende der Saison eine Medaille drin. Dafür will das Team bereits am Sonntag, 15. Januar 2012, nachlegen, dann gastiert es um 10 Uhr beim Tangermünder LV (8.). Dem Gastauftritt beim VC Bitterfeld-Wolfen (4.) folgen Heimspiele gegen den USV Halle I und den SV Braunsbedra. "Die möchten wir gern gewinnen", schaut der Trainer voraus. Jetzt heißt es aber erstmal, den dritten Platz genießen und Weihnachten feiern.

Staßfurt: Karnstedt, Helm, Scheuermann, Rogau, Elze, Kirchhoff, Ackermann, Bock