Magdeburg/Staßfurt (bjr) l Nico Ringström gab alles. Der Nachwuchs-Leichtathlet der Gaensefurther Sportbewegung wollte beim Weihnachtssportfest des SC Magdeburg am Sonnabend unbedingt eine Medaille vom Sprintdreikampf mit nach Hause nehmen. Also legte er sich über die abschließenden 60 Meter (Tiefstart) richtig ins Zeug. Doch kurz vor dem Zielbereich in der Leichtathletik-Halle an der MDCC-Arena geriet er ins Straucheln, fiel buchstäblich über die Linie und zog sich auf der rauen Tartanbahn einige Blessuren zu.

Obwohl es am Ende nicht zum erhofften Edelmetall reichte, zeigte sich sein Trainer Joachim Rösler mehr als zufrieden. "Sein vierter Platz war hervorragend. Er ist ohnehin ein guter Sprinter, hat mächtig gekämpft."

Der Leistung von Nico standen auch die Vereinskollegen in nichts nach (siehe Ergebnisse rechts). Doch ging es in Magdeburg weniger darum, möglichst vordere Plätze zu belegen, als vielmehr um einen guten Jahresabschluss. Zudem bot der Sprint-Dreikampf, bestehend aus Läufen über 30 Meter im Hochstart, 30 Meter im fliegenden Start und 60 Meter im Tiefstart, eine Möglichkeit, sich auszuprobieren. "Vor allem für die Mädchen war der fliegende und der Hochstart etwas ganz Neues", sagte Rösler.

Quasi "inkognito" unterwegs war ein anderer Gaensefurther. Triathlet Martin Wille ging zusammen mit Andreas Broska (TSG Calbe) und dem Staßfurter Johannes Höber in der männlichen Jugend A über die dreimal 1000 Meter an den Start. Zwar fehlte es an Konkurrenz, doch Broska zeigte sich stellvertretend zufrieden mit der Zeit: "Man muss bedenken, dass es für Martin und Johannes der erste Hallenwettkampf war. Speziell von Martins Leistung war ich begeistert."