Frauen-Volleyball l Staßfurt (nwu) Es war ein sogenannter Paukenschlag, den die Volleyballerinnen des VC 97 Staßfurt am letzten Spieltag des Jahres am vergangenen Wochenende auf das Parkett zauberten. In einem echten Krimi besiegte die Mannschaft den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer der Landesoberliga, den Blankenburger VF, mit 3:2. Das war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Für Trainer Joachim Scheuermann war dies ein gelungener und runder Abschluss einer guten Hinrunde. "Gerade die vielen Zuschauer waren begeistert."

Auch allgemein ist Scheuermann sehr zufrieden mit den Auftritten seines Teams in der neuen Liga. Den etwas holprigen Start mit drei Niederlagen am Stück aus den ersten vier Spielen führt der Trainer nicht unbedingt auf die Umstellung auf die neue, unbekannte Liga zurück. "Wir konnten oftmals nicht auf den Stammsechser zurückgreifen", spricht er das Problem an. Gerade in den Auswärtsspielen, die oft am Sonnabend stattfanden, fehlten einige wichtige Kräfte arbeitsbedingt oder wegen des Studiums. Sonntags in den Heimspielen war das Team dann immer komplett. Auch waren die Spiele, die verloren wurden, stets sehr knappe Angelegenheiten. "Wir haben alle drei Niederlagen erst im fünften und entscheidenden Satz kassiert."

Rang drei belegen die Staßfurterinnen nach der Hinserie. Das Ziel ist nicht unbedingt, um den Aufstieg mitzuspielen, aber der dritte Platz soll gehalten werden. Die Rückrunde startet am 15. Januar auswärts beim Tangermünder LV. Danach folgen zwei Heimspiele gegen den USV Halle und den SV Braunbedra, da das Auswärtsspiel beim VC Bitterfeld-Wolfen vom 29. Feburar auf den 10. März verschoben worden ist. "Auswärts in Tangermünde und zu Hause gegen Halle und Braunsbedra wollen wir unbedingt gewinnen", so Scheuermann.

Als Eckpfeiler in seiner Mannschaft benennt er drei Akteure: Zuspielerin Stefanie Karnstedt, Außenspielerin Jana Rogau und Anica Ackermann, die diese beiden Positionen besetzten kann. Vor allem für Kapitän Rogau findet der Trainer lobende Worte. "Sie hat alles so ein bisschen im Griff, organisiert sehr viel. Das gefällt mir."