Biere (fna) l Die Bilanz des FSV Biere nach der Hinrunde in der Landesklasse II ist mit Platz zwei gut, hätte durchaus noch besser ausfallen können. Das lag vornehmlich an der Chancenverwertung. "Wir haben einige Möglichkeiten ausgelassen", resümiert Trainer Steffen Rotte. Dass sein Team dennoch so weit oben zu finden ist und praktisch nicht nur aufgrund des Torverhältnisses mit dem Tabellenführer Lok Aschersleben (beide 36:17) konkurrieren kann, liegt an der Defensivarbeit.

Zwar kassierte der FSV zwölf Gegentore in drei Spielen (1:5 in Thale, 5:3 gegen Osterwieck, 1:4 in Schlanstedt). "Die Gegentreffer lagen nicht nur an der Viererkette, da haben alle nicht aufgepasst." Doch in den übrigen zwölf Begegnungen musste er lediglich fünf hinnehmen, weshalb auch der Trainer sagt: "Die Abwehrarbeit passt." Ohne die "unglückliche 1:2-Niederlage" beim Blankenburger FV wäre Biere sogar Tabellenführer.

Nun will das Team mehr Konstanz in die Leistungen bekommen, in erster Linie über regelmäßige Startaufstellungen. Aufgrund der verletzten und gesperrten Spieler absolvierte Biere wohl keine zwei aufeinanderfolgenden Partien mit der gleichen Elf. Als Ausrede lässt das Steffen Rotte aber nicht gelten, denn auch die Ergänzungsspieler haben mit guten Leistungen aufgewartet. Auch wenn der Kader dünn ist, die Qualität stimmt. Vermisst wurde allerdings Mittelfeld-Akteur Christian Brehmer, der vor Weihnachten zum zweiten Mal am Knie operiert wurde, wohl aber beim Trainingsauftakt am 17. Januar 2012 dabeisein kann.

In dieser Staffel kann es noch zu einigen Veränderungen kommen. Nicht nur Aschersleben stellt eine starke Mannschaft, auch Westerhausen hat Steffen Rotte noch auf der Rechnung. Der SVW stellt mit neun Gegentreffern die beste Defensive der Liga.