Borne l Vorlegen für die Borner Classic-Kegler sollten Andreas Scheuer und Marcus Wolf. Beide spielten zum Auftakt stark und kamen jeweils über die 500 -Kegel-Marke, doch gegen die erneut stark aufspielenden Roßlauer, war das noch kein Garant auf einen Mannschaftspunkt. Scheuer kämpfte hart und konnte die einzelnen Bahnen lange offen gestalten, doch am Ende musste er den ersten Mannschaftspunkt dennoch abgeben.

Besser lief es parallel für seinen Teamkollegen Wolf, welcher Roßlaus Ron Seidel in einem „Glücksduell“, wie Mannschaftsleiter Sascha Herbst es nannte, bezwingen konnte. „Nach Satzpunkten war es ausgeglichen, weshalb am Ende die sechs mehr geworfenen Kegel den Ausschlag zu unseren Gunsten gab“, bilanzierte Herbst den Verlauf.

Beim Start des Mittelpaares war somit weiterhin alles offen. Herbsts Hoffnung aus der Vorwoche, dass sich gegen den Tabellenführer alle noch einmal mehr anstrengen würden, hatte sich bewahrheitet. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte war, dass er gegen den ESV selbst die Bahn betreten würde. Auf Grund einer Erkältung konnte Stefan May gegen den Tabellenführer nicht antreten, weshalb Herbst seine Position einnahm.

Nachdem die vier Bahnen gespielt waren, ging er jedoch unzufrieden über die eigene Leistung hart mit sich selbst ins Gericht. „Bis auf eine gute Bahn, aus der mein einziger Satzpunkt entstanden ist, war das eine schwache Vorstellung von mir.“ Mit 488 Kegeln musste er im Kampf um den Mannschaftspunkt deutlich die Segel streichen. Gegen die 560 geworfenen Kegel seines Gegenüber war er damit machtlos.

Knappes Duell

Deutlich knapper gestaltete Eric Dietze sein Duell mit Guido Lehmann. Nach vier gespielten Bahnen stand es 2:2 nach Satzpunkten, sodass erneut die Holzzahl über den Mannschaftspunkt entscheiden musste - diesmal zu Gunsten der Borner. „Bis dahin war es ein sehr ausgeglichenes Duell, sodass es vor dem Schlusspaar unser Ziel war, auf ein Unentschieden zu gehen“, rekapitulierte Herbst, der jedoch im Anschluss mit ansehen musste, dass Sven Latuscynski und Henrik König den zu groß gewordenen Rückstand nicht mehr einholen konnten. Latuscynski verkürzte mit 554 Holz noch einmal auf 3:4, doch König war gegen seinen Gegner chancenlos und konnte nur einen Satzpunkt einfahren.

„Auf das Ergebnis können wir stolz sein, auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat“, so Herbst. Am kommenden Wochenende geht es für den KSV Germania mit dem Pokalspiel in Teuchern weiter, bevor Borne am 1. Februar zu Gast beim SV Salzland ist.