Borne l Es sollte ein Testspiel werden, bei dem eher die Art und Weise zählt, als das Ergebnis – doch am Ende passte beides nicht. Bei der 3:5 (3173:3202)-Niederlage des KSV Germania Borne gegen den KK Eintracht Bernburg zeigte sich, dass zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel noch einiges an Sand im Getriebe steckt. „Gegen Ende haben wir uns noch einmal gesteigert und etliche Punkte aufgeholt, aber nach unserem schwachen Start konnten wir das Spiel nicht mehr drehen“, erklärte Bornes Sascha Herbst. Germanias bisheriger Mannschaftsleiter, der sich mit Beginn der neuen Saison von dieser Rolle zurückgezogen hat, verfolgte die Partie interessiert, bis er – nachdem etwa die Hälfte aller Bahnen absolviert waren – selbst aktiv wurde, nachdem Eric Dietze angeschlagen ausgetauscht werden musste.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Borner schon deutlich hinten. Tobias Neswadba und Marcus Wolf bildeten das Auftaktpaar und hatten dabei sehr mit ihren Leistungen zu kämpfen. Wolf kam immerhin auf 508 Holz, was gegen die 526 von Marko Jäckel jedoch nicht gut genug war. Neswadba hatte einen noch schlechteren Tag erwischt und kam nach 60 Würfen gerade auf 217 Holz. So entschieden die Borner, dass Erik Hansen die zweite Hälfte übernehmen sollte. Trotz ordentlicher Leistungen reichten insgesamt 476 Holz bei Weitem nicht, um Fred Fetter (545) zu bezwingen. Die ersten beiden Mannschaftspunkte (MP) gingen somit an die Gäste.

Im Mittelpaar spielten Sven Latuscynski und Eric Dietze für den KSV. Während Latuscynski mit einem knappen Neun-Holz-Vorsprung (541:532) und 2:2 Satzpunkten den ersten MP für Borne holen konnte, lief es für Dietze, wie bereits erwähnt, weniger erfolgreich. Ab Wurf 66 musste er von Herbst ersetzt werden, der sich später selbstkritisch zeigte. „Das war zu wenig. Auch ich selbst hätte 30 Holz mehr werfen können, dann wäre es vielleicht am Ende noch einmal spannend geworden.“ So betrug der Rückstand nach dem Mittelpaar bereits 146 Holz.

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Alles in die Waagschale geworfen haben Hendrik König und der neue Mannschaftsleiter Stefan May im Schlusspaar dennoch. May wurde einmal mehr Tagesbester mit 624 Holz. Sein Gegenüber Olaf Wendenburg konnte da nicht mithalten, sodass die Borner wieder 48 Holz gutmachen konnten. Und auch König holte den Mannschaftspunkt für den KSV. Mit 573 Holz nahm er Frank Joneleit ganze 69 Zähler ab. Doch es war nicht genug. Mit 29 Holz Vorsprung sichertern sich die Gäste die Kegelpunkte und somit den 5:3-Auswärtssieg.

„Das waren heute 200 Holz zu wenig, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen“, kritisierte Herbst, der sich nicht an eine schlechtere Leistung seit dem Neubau der Kegelbahn erinnern konnte. „In der Liga darf uns das nicht passieren.“ Gleichzeitig warf er aber auch einen optimistischen Blick nach vorn auf den Auftakt bei Victoria Bitterfeld am 12. September. „Jetzt wissen wir, wo wir stehen und haben nochmal 14 Tage, um uns auf den ersten Spieltag vorzubereiten. Im besten Fall sind dann auch alle fit“, so Herbst in der Hoffnung, dass er selbst dann nicht zum Einsatz kommen muss.