Borne/Staßfurt l Im Derby purzeln die Rekorde. Das scheint sich langsam zum Gesetz zu entwickeln. Zumindest was das Lokalduell in der Landesliga zwischen den Classic-Keglern des KSV Germania Borne und dem SV Salzland Staßfurt angeht. Denn mit dem 6:2-Sieg und einem Gesamtergebnis von 3415:3221 Holz stellten die Borner einen neuen Mannschaftsbahnrekord auf. Wie schon im Vorjahr gegen Salzland, als jedoch noch insgesamt sieben Kegel weniger fielen.

„Der Gegner scheint gegen uns immer besonders motiviert zu sein“, gab der Staßfurter Teamleiter Frank Beucke an. Sein Pendant aus Borne, Sascha Herbst, ergänzte: „Gegen die Staßfurter macht es immer großen Spaß. Wir kennen uns alle gut und trainieren sogar ab und zu gemeinsam.“

Das freundschaftliche Verhältnis war dann aber auf den Bahnen passé. Beide Teams wollten die Punkte. Doch ein Sieg fuhr erstmals in der Saison der KSV ein. „Das war ein schönes Ergebnis. Ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagte Herbst. Auch Beucke erkannte neidlos an: „Die Borner haben super gespielt. Wir hatten zwar noch die Chance auf das Unentschieden, doch von der Holzzahl war es deutlich. Wir hatten einfach zu viele Fehlwürfe dabei. Es waren 45, während die Borner nur 22 hatten.“

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Die Zahlen belegten also die Überlegenheit, auch wenn die Mannschaftspunkte in den ersten beiden Paaren noch gerecht verteilt wurden. Im Startpaar ging aus Borner Sicht das eigentliche Ass im Schlusspaar-Ärmel an den Start: Stefan May. Und der mit Abstand beste Borner wusste erneut zu überzeugen mit einem 645:525-Sieg gegen den Staßfurter Sebastian Roth. „Das war einsame Spitzenklasse“, lobte Herbst. „Er hatte nicht einen Fehlwurf dabei und hat dem Gegner kaum Luft zum Atmen gelassen.“

Im zweiten Duell trafen Tobias Neswadba (516) und Philipp Bohne (543) aufeinander, wobei das Spiel mit 3:1 Satzpunkten (SP) an den Staßfurter ging. „Tobi hat nicht schlecht gespielt, aber es hat nicht gereicht“, lautete das Fazit von Herbst, der auch für Bohne lobende Worte über hatte: „Ich beobachtete ihn schon seit der Jugend. Er hat in den vergangenen Jahren eine hervorragende Entwicklung genommen.“

Spannendes Duell langer Bekannter

Mit 4:0 SP und 556:491 Holz ließ dann Borne-Neuzugang Sven Latuscynski Dietmar Glandt keine Chance. Glandt selbst sprach von einem „Blackout“. Sein Teamleiter Beucke ergänzte: „Das gibt es auch mal und wird sicher nicht wieder passieren.“ Ein harter Kampf entwickelte sich auf den anderen Bahnen zwischen Eric Dietze (559) und André Beucke (576). „Die beiden spielen schon seit der Jugend gegeneinander“, weiß Herbst. „Das war wieder mal spannend. Aber André hat immer noch einen draufgelegt“, beschrieb er den 3:1-Satzsieg des Staßfurters.

Damit stand es 2:2, doch die Borner lagen mit 141 Kegeln vorn. Realistisch betrachtet war nur noch ein Remis drin, für das die Salzländer beide Mannschaftspunkte benötigt hätten. Doch diese gingen jeweils an Borne. Henrik König zwang den erfahrenen Detlef Uhde mit 3:1 (582:557) in die Knie, während Marcus Wolf gegen Jens Weidemann mit 3:1 (557:529) brillierte.