Halberstadt/Borne l Mit einem 4:4-Remis (3146:3048 Holz) beim SV Einheit Halberstadt konnten die Classic-Kegler des KSV Germania Borne eine Woche nach der schmerzlichen Derbyniederlage gegen den SV Salzland Staßfurt ansatzweise Wiedergutmachung betreiben. Nur Kleinigkeiten fehlten zu einem vollen Erfolg.„Wir haben uns schon ein wenig geärgert, es waren mehr Satzpunkte drin, vor allem im Mittelpaar. Dann hätte es wenigstens zu einem 5:3 für uns gereicht“, berichtete Spieler Andreas Scheuer im Anschluss an die Partie. Scheuer selbst kam im Startpaar zum Einsatz und kam dort auf 521 Holz. Zu einem Satzpunkt reichte das nicht. „Bis auf die erste Bahn war ich eigentlich ganz zufrieden. Insgesamt habe ich ein bisschen zu wenig geräumt und hätte die eine Bahn nutzen können, in der mein Gegner total von der Rolle war“, analysierte Scheuer seine Leistung.

Im Augenwinkel konnte der Borner aber zumindest beobachten, wie sein Teamkollege Marcus Wolf groß aufspielte. Gegen den Halberstädter Christian Voß (515 Holz) räumte Wolf 561 Kegel ab und schaffte damit nicht nur den Tagesbestwert, sondern erkämpfte bei 2:2-Satzpunkten auch den ersten Mannschaftspunkt für seine Farben. Außerdem verschaffte Wolf seinem Team damit ein sattes Plus von 46 Holz in der Gesamtkegelzahl. „Damit hat er allein schon einen großen Anteil daran gehabt, dass wir am Ende fast 100 Holz Vorsprung hatten“, stellte Andreas Scheuer fest.

Latuscynski verpasst Mannschaftspunkt

So ging es mit dem 1:1-Zwischenstand in das Mittelpaar. Hier überzeugte auch Sven Latuscynski für die Borner. Er baute den Kegel-Vorsprung des KSV Germania mit 530 Holz weiter aus, schaffte es jedoch nicht, den Mannschaftspunkt einzufahren. Vor allem die dritte Bahn dürfte den Borner im Nachgang mächtig gewurmt haben. Gegner Steffen Maschku schob 129 Holz, Latuscynski schaffte nur 128. Damit ging der Mannschaftspunkt schlussendlich mit 3:1-Satzpunkten an die Halberstädter. „Auf dieser Bahn hat Sven nicht so gut geräumt. Das war ärgerlich“, fand Andreas Scheuer.

Unterdessen lief es für Erik Hansen gegen Daniel Hedel überhaupt nicht rund. Lediglich 112 Kegel brachte er auf seiner ersten Bahn zu Fall. Danach reichte es mit 128 Holz auch nicht zu viel mehr. Folgerichtig reagierten die Gäste und wechselten aus. Pascal König kam ab dem 61. Wurf in die Partie und setzte den Kontrahenten nochmal unter Druck, doch die Wende schaffte er nicht mehr, so dass auch dieser Mannschaftspunkt an die Halberstädter ging.

Damit war für die Männer aus dem Salzlandkreis vor dem dritten Durchgang klar, dass beide Mannschaftspunkte zum Auswärtssieg benötigt wurden. Und Stefan May lieferte zu diesem Vorhaben eine solide Leistung ab. Bornes Ausnahmespieler hatte seinen Kontrahenten Ralf Kaufmann klar im Griff und setzte sich mit 548:491 Holz sowie 4:0-Satzpunkten klar durch.

Parallel lief für Henrik König allerdings kaum etwas zusammen. Er begann mit einer schwachen 110er Bahn und konnte sich auch danach nur geringfügig steigern. So wurde König später zum 91. Wurf gegen Tobias Neswadba ausgewechselt, der immerhin noch die letzte Bahn für sich entscheiden konnte. Damit war der Siegtraum für den KSV Germania allerdings ausgeträumt.

Aufgrund der gewonnenen Kegelpunkte reichte es aber zu einem verdienten Unentschieden und einer Verbesserung in der Tabelle. Hier springen die Borner vom achten auf den siebenten Platz.

KSV Germania Borne: Wolf (561), Scheuer (521), Latuscynski (530), Hansen/P. König (511), May (548), H. König/Neswadba (475)