Salzlandkreis l Auch wenn sich das interne Rennen in den jeweiligen Staffeln zu großen Teilen noch spannend gestaltet, hatten sich die Top-Teams in den vergangenen Wochen stetig vom Rest des Feldes abgesetzt. In den Partien des neunten Spieltages geht es für viele Vereine somit vor allem darum, eine gute Platzierung zu erreichen, um gegen einen potentiell einfacheren Gegner anzutreten.

Gruppe A

Mit Spannung erwartet wurde das Spitzenspiel zwischen dem Egelner SV Germania und Gastgeber „Schulle & Friends“. Doch Spannung suchte der geneigte Zuschauer letztlich vergebens. Von Beginn an dominierte das ESV-Team die Partie und konnte durch Bastian Schmidt mit 3:0 in Führung gehen. Und auch wenn „Schulle & Friends“ im weiteren Verlauf torgefährlicher wurden, blieben die Egelner dominant. „Mit einem starken 3:0, einem grandiosen 6:1 und einem knappen 4:2 wurden alle drei Partien erfolgreich beendet“, teilte der Verein im Anschluss stolz auf seiner Facebook-Seite mit.

Doch nicht nur das Rennen um den Gruppensieg wird damit noch einmal spannend – Egeln liegt bei einem Spiel weniger aktuell zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter – sondern auch der Kampf um die noch offenen Plätze im Achtelfinale. Wollen die Egelner die Vorrunde als Erster beenden, brauchen sie einen Sieg gegen Einheit Bernburg. Doch eine Pleite können sich die Kreisstädter nicht leisten. Mit dem punktgleichen FSV Eiche Pobzig und dem SV Wolmirsleben (neun Punkte) stehen zwei Teams in Lauerstellung, die das Einheit-Team überflügeln wollen. Beide treffen mit der SG Preußlitz/Rothenburg beziehungsweise Warthe Hakeborn auf die Kellerkinder der Gruppe, weshalb sich die Bernburger strecken müssen, um eine Runde weiterzukommen.

Mit zum Großteil unauffälligen Ergebnissen hat sich zudem der SV Plötzkau, in der derzeit unterbrochenen Spielzeit 2020/21 Spitzenreiter der Landesklasse IV, auf Platz drei vorgekämpft. Trotz 66 Gegentoren – und damit die meisten der sechs Achtelfinalanwärter – haben sie ihren Platz in der K.o.-Phase bereits sicher.

Gruppe B

Ein ähnliches Bild bietet die Tabelle in der zweiten Vorrundengruppe. Die SG Warmsdorf/Güsten und die SG Peißen II/Baalberge liefern sich ein enges Duell um Platz eins, während der Dritte, SC Seeland, ebenfalls für die Runde der letzten 16 Mannschaften planen kann. Der Spitzenreiter meldete sich nach seiner ersten Niederlage im Turnierverlauf mit einem souveränen 12:3-Erfolg über Landesklassist ZLG Atzendorf zurück. Abwehrspieler Luca Schröder bewies dabei, dass er zumindest an der Konsole auch offensiv gefährlich ist und legte durch einen 8:1-Kantersieg gegen Michael Gehrke den Grundstein für den deutlichen Erfolg.

Das SG-Team aus Peißen und Baalberge musste unterdessen gegen Seeland einen Rückschlag hinnehmen. Nach einem knappen 3:2-Sieg für Baalberges Torhüter Ken Barchend, trennten sich Sebastian Schmoll (SG) und Christoph Rolf Schönauer (SCS) 2:2. Im abschließenden Duell ging der Sieg schließlich an Til Hohmann (2:1), der seinem SC Seeland damit die Punkteteilung sicherte.

Dahinter ist ein Dreikampf um die Plätze vier und fünf entbrannt. Der FSV Wespen scheint aktuell die besten Karten zu haben und steht bei zwölf Punkten. Doch der FSV hat am neunten Spieltag auch den schwersten Gegner vor der Brust: Tabellenführer Warmsdorf/Güsten. Der TSV Neundorf ist aktuell Fünfter und empfängt die ZLG Atzendorf, die sich inzwischen mit dem Vorrundenaus abfinden musste. Der VfB Neugattersleben, Sechster mit neun Punkten, empfängt zur Abschlusspartie den SC Seeland.

Auf den Ausgang des Turniers hatte es zwar keine Einwirkung mehr, doch mit Eintracht Peißen I konnte auch die einzige bislang punktlose Mannschaft noch einmal jubeln. Sein letztes Spiel beim VfL Ilberstedt gewann der Kreisligist mit 13:9. Tim Skonieczny war mit seinem 7:2-Erfolg der Matchwinner für seine Mannschaft.

Gruppe C

Mit gehörig Wut im Bauch kamen die Spieler des SV 09 Staßfurt nach ihrer unfreiwilligen Pause zurück. Beim 26:6-Erfolg über die SG Lok Schönebeck fuhren die Bodestädter nicht nur den höchsten Sieg im Turnierverlauf ein, sondern holten sich auch den Titel des besten Torschützen zurück. Ein 17:1 für Amon van Linthout stand nach den ersten „90 Minuten“ auf der virtuellen Anzeigetafel. Von diesem Rückstand konnten sich die Elbestädter nicht mehr erholen, auch wenn Rocco Ulbrich immerhin ein 3:3-Unentschieden gegen Nick Pumptow erreichte. Mit 58 Toren steht van Linthout wieder unangefochten an der Spitze der Torjägerliste.

Neben dem SV 09 (Erster) und Lok Schönebeck (Vierter) stehen mit Blau-Weiß Eggersdorf (11:9 gegen Pretzien) und Saxonia Gatersleben (18:3 gegen Beesenlaublingen) bereits zwei weitere Teilnehmer am Achtelfinale fest.

Der lachende Sechste

Interessant wird derweil die Vergabe des 16. Platzes in der K.o.-Phase. Der beste Sechstplatzierte kommt ebenfalls eine Runde weiter, doch aktuell haben Wolmirsleben (Gruppe A), Neugattersleben (B) und Beesenlaublingen (C) jeweils neun Punkte. Knapp die Nase vor hätte dabei der VfB auf Grund zwei mehr erzielter Tore. Überraschend noch Hoffnung machen kann sich zudem der SV Warthe Hakeborn II, der im direkten Duell auf Beesenlaublingen trifft.