Bernburg/Atzendorf l Er hat hart gearbeitet für seine Rückkehr. Und war am vergangenen Wochenende erstmals seit Monaten wieder mit dabei. Stefan Rock, der Kapitän sowie die Leitfigur im Mittelfeld bei der ZLG Atzendorf, stand beim 3:1-Sieg des Landesklassisten beim FC Stahl Aken wieder in der Startelf. „Wir haben uns dadurch stabilisiert. Er hat sehr gut dirigiert“, lobte Coach Heinz Weile seinen verlängerten Arm auf dem Platz. Mit Rock wurde eine erschreckende Negativserie ohne Sieg seit November beendet.

Auch ein weiterer wichtiger ZLG-Spieler gab dabei sein Comeback. Philipp Voigtländer wurde eingewechselt und hat sich „gut reingekämpft“ so Weile über seinen Abwehrchef. Beide Spieler laufen sicher noch nicht ganz rund, haben für die Atzendorfer aber einen hohen Stellenwert. Und das sie genau jetzt ihre Rückkehr ins Team feierten, hat seinen Grund. An diesem Wochenende steht für die ZLG Atzendorf das Halbfinale im Salzlandpokal an.

Und nachdem die Blau-Weißen in der Liga im Mittelfeld schon so gut wie gesichert sind, geht es dabei noch um den Titel. Und dieser Wettbewerb genießt in Atzendorf spätestens seit dem Vorjahr einen sehr hohen Stellenwert. „Der Pokal hat höchste Priorität. Wir wollen unbedingt wieder ins Finale“, ist der sportliche Leiter Bernhard Knoll euphorisch und erinnert sich gerne an die erfolgreiche Liaison im Salzlandpokal im Vorjahr zurück, als die Atzendorfer erst im Endspiel von Rot-Weiß Alsleben gestoppt wurden.

Doch eine leichte Aufgabe haben die Atzendorfer heute um 14 Uhr absolut nicht vor der Brust. Sie gastieren in der Krumbholzallee in Bernburg und treffen dort auf den TV Askania Bernburg II, die Oberliga-Reserve, die mit vielen jungen und talentierten Spielern gespickt ist. Und die der ZLG auch aus der Landesklasse IV bekannt ist. Die Punktspiele in dieser Saison gingen klar mit 0:4 und 0:2 verloren.

Kompakter und aggressiver Auftritt gefordert

Bislang gelang den Atzendorfern also nicht mal ein Treffer gegen den Tabellenzweiten. Wie soll im Halbfinale also nun ein Sieg her? Mit einem Auftritt wie beim 3:1-Sieg in Aken. „Da waren wir kompakt, aggressiv und haben auch mal Zweikämpfe gewonnen“, lobte Knoll und fordert genau das auch im Pokalspiel wieder. „Die Chancen stehen zu zwei Dritteln beim Gegner, aber wir werden nichts herschenken“, sagt Knoll. Die Atzendorfer werden es den Bernburgern trotz der Außenseiter-Rolle „nicht so einfach machen“.

Und dabei spielen dann eben auch mehrere Personalien eine Rolle. Sei es Chris Güttel, der nach seiner Einwechslung am Wochenende viel wirbelte. Oder die angesprochenen Voigtländer, der „schmerzfrei“ war und die Abwehr festigte, und Stefan Rock. „Nach einem dreiviertel Jahr Pause ist er keine Option für immer“, macht Knoll deutlich. Aber dennoch ist er „Gold wert“, vor allem wenn er dem Team zum zweiten Finaleinzug in Folge verhelfen würde.