Förderstedt l Durch die Treffer von Klajdi Bequiri und Benjamin Kollmann ergatterten die Förderstedter ihre Saisonpunkte 13, 14 und 15 und bleiben damit Tabellendritter hinter der punktgleichen TSG Calbe und Spitzenreiter TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens, der bei makellosen 18 Zählern steht.

Um gegen Merzien zu punkten, mussten die SVF-Kicker aber eine große Portion Geduld mitbringen. Eine Woche nach ihrem 0:6-Heimdebakel gegen die Calbenser rührten die Merziener in Förderstedt nämlich zunächst Beton an. „Sie haben ja nicht nur mit Fünferkette, sondern eigentlich sogar mit einer Sechserkette hinten drin gestanden. Sie haben die Räume wirklich sehr gut zugemacht. Das hatte ich aber ähnlich erwartet. Sie wollten nach der hohen Niederlage verständlicherweise erstmal Sicherheit haben“, sagte Förderstedts Spielertrainer Artan Isufi.

Schöner Freistoß

Um den massiven Abwehrriegel zu knacken, benötigten die Gastgeber folgerichtig eine Einzelaktion. Genauer gesagt war es ein Freistoß. Nachdem Benjamin Kollmann gefoult wurde, legte sich Klajdi Bequiri den Ball zurecht und zirkelte ihn sehenswert zum 1:0 in die Maschen (20.). „Das war ein gutes Tor. Das hat er klasse gemacht“, zog Isufi sinnbildlich den Hut vor dem feinen Fuß seines Mittelfeldmannes. Danach gelang den Gastgebern zunächst kein weiterer Treffer, obwohl sie sich redlich bemühten. „Wir haben versucht sie irgendwie ein bisschen hinten raus zu locken“, erklärte Isufi. Doch der Gegner ließ sich nicht von seiner taktischen Marschroute abbringen und damit blieb es bis zur Pause beim knappen 1:0.

Nach dem Pausentee änderte sich das Bild nicht. Förderstedt kontrollierte den Ball, ließ diesen relativ sicher durch die eigenen Reihen laufen und suchte Lücken im Defensivverbund des FVM. Endgültig entschieden wurde das Spiel dann aber doch wieder durch eine energische Einzelleistung. Nach einem langen Diagonalball von der rechten Seite kam Torjäger Benjamin Kollmann im Strafraum an den Ball. Mit dem Rücken zum Tor behauptete er diesen gegen zwei Verteidiger und traf anschließend, leicht abgefälscht, mit einem strammen Schuss zum 2:0 (73.).

Anschließend gab Merzien seine defensive Haltung dann immer noch nicht auf und so plätscherte das Spiel langsam aber sicher dem Ende entgegen.