Salzlandkreis l Sowohl hinter den Bierern, als auch hinter den Kleinmühlingern lag eine starke Salzlandligasaison, die mit dem Aufstieg in die Landesklasse gekrönt wurde. Denn der KFV Fußball Salzland hatte zwei Aufstiegsplätze zur Verfügung. Kreismeister wurde das Blau-Weiß-Team, jedoch gewann der TSV die beiden Punktspiele der Serie knapp mit 1:0.

Mit dem frühen Führungstor schien der Pokalverteidiger erneut auf die Siegerstraße einzubiegen. Guido Möbius traf zum 1:0 (17.). Doch die Blau-Weiß-Elf wurde nun deutlich agiler und die Feldüberlegenheit nahm zu. Die Mannschaft hatte auch viele Akteure in ihren Reihen, die schon höherklassige Fußballluft geschnuppert hatte. Diese Routine brachten sie nun voll ein, vor allen in der Zweikampfführung. So kam Biere durch den damals 36-jährigen Ronny Börsch, welcher im Saisonverlauf nur noch sporadisch bei Personalengpässen aushalf, zum 1:1-Ausgleich. „Wir haben die ersten 20 Minuten bestimmt. Der Ausgleich war dann der Knackpunkt“, hatte TSV-Trainer Mario Katte die Wende zum Schlechteren für seine Elf schon kurz nach dem Spiel ausgemacht.

Auch wenn sich beide Mannschaften danach – mit teilweise verbissenen Zweikämpfen – nichts schenkten, schlug das Pendel nun klar in Richtung Biere aus. Die Blau-Weißen zeigten sich vor allem eiskalt im Nutzen ihrer Chancen. Christian Brehmer per Foulelfmeter (31.) und erneut Ronny Börsch (38.) sorgten schon vor der Halbzeitpause für klare Verhältnisse. Als Brehmer schon kurz nach der Pause erneut einen Strafstoß versenkte, waren frühzeitig alle Messen gesungen. Der Pokalverteidiger aus Kleinmühlingen war in der Folge nur noch auf Schadensbegrenzung aus und der Kreismeister machte so vor über 400 Zuschauern recht locker das Double aus Meisterschaft und Pokal perfekt.

Nach der Partie wurde dann lautstark gefeiert. Bieres Spielführer Robert Kellermann stimmte per Megaphon das beliebte „Humba, Humba täterää“ an. Seine Mitspieler tanzten derweil ausgelassen um ihn herum. Jubel gab es in Biere etliche Wochen später auch in der ersten Landespokalrunde. Hier gelang ein überaus deutlicher 6:1-Heimerfolg gegen den FSV Grün-Weiß Ilsenburg.

Die Auslosung zur zweiten Runde bescherte den Bierern dann ein echtes Traumlos. Das Regionalliga-Team des Halleschen FC war der nächste Gegner. Allerdings hatte der namhafte Kontrahent auch zur Folge, dass die Partie aus Sicherheitsgründen, unter anderem gab es Bedenken aufgrund der räumlichen Nähe zum 1. FC Magdeburg und seiner Fanszene, in Halle-Neustadt ausgetragen wurde. Hier wurde der HFC seiner Favoritenrolle gerecht und fuhr vor 589 Zuschauern einen überaus deutlichen 10:1-Erfolg ein.