Atzendorf/Förderstedt l  Dabei empfängt die ZLG Atzendorf den SV Förderstedt. Tabellenpositionen spielen keine große Rolle. Und auch einen Favoriten gibt es am Sonnabend ab 14 Uhr nicht. Denn es ist Derbyzeit zwischen der ZLG Atzendorf und dem SV Förderstedt in der Landesklasse, Staffel IV.

Die Platzherren gehen dabei mit breiter Brust ins Spiel. Immerhin haben sie in der Vorwoche einen nicht unbedingt erwarteten 2:1-Erfolg bei der TSG Calbe eingefahren. „Ich hoffe, dass uns dieser Erfolg das nötige Selbstvertrauen gibt“, blickt Atzendorfs Trainer Stefan Rock voraus.

Der Coach hofft, dass seine Elf einen weiteren Sieg einfahren kann und damit eine Trendwende im bisher eher durchwachsenen Saisonverlauf eingeleitet wird. Engagiert wird Rocks Mannschaft dabei definitiv auftreten. „Man brauch keinen motivieren. Wenn jemand vor diesem Spiel nicht motiviert ist, sollte er sich sowieso ein anderes Hobby suchen“, beschreibt Rock die Bedeutung der Partie.

ZLG gewann zuletzt zweimal

Die Wichtigkeit des Spiels ist auch auf der anderen Seite allen bewusst. „Meine Jungs sind motiviert. Wir werden alles geben und versuchen, das Beste herauszuholen“, sagt Artan Isufi, der Spielertrainer der Förderstedter. Und der Coach weiß wohl am besten, welche Brisanz die Partie birgt. Immerhin stand Isufi auch schon auf der anderen Seite. Von 2014 bis 2017 trug der 49-Jährige Deutsch-Albaner das Trikot der ZLG. „Es ist natürlich ein besonderes Spiel. In den 90 Minuten will ich natürlich gewinnen und danach können wir uns aber wieder die Hand geben“, hofft Isufi auf ein rassiges Derby, nachdem man sportlich fair auseinander geht. Im vergangenen Spieljahr fiel das den Atzendorfern leichter. Sie gewannen beide Spiele. In Förderstedt gewann die ZLG mit 3:1, daheim mit 1:0, wobei das goldene Tor von Kai Hänsch aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung höchst umstritten war.

Doch nicht nur aufgrund der beiden Niederlagen in der Vorsaison ist man beim SVF gewarnt. „Sie haben in Calbe gewonnen und sind eigentlich auch sehr heimstark, auch wenn sie zuletzt zuhause deutlich verloren haben. Wir müssen höllisch aufpassen. Und eins ist doch klar –Keiner will das Derby verlieren“, so Isufi.

Siegeswille und Personalprobleme

Den Siegeswillen haben beide Mannschaften also genauso gemein, wie die personellen Probleme. „Wir haben drei Verletzte und zwei Kranke. Es wird sich kurzfristig zeigen, wer dabei sein kann. Man weiß ja auch nie, wie es beruflich bei dem ein oder anderen aussieht“, sagt Artan Isufi.

Atzendorfs Trainer Stefan Rock hat ähnliche Sorgen. Er muss sich vor allem in der Defensive etwas einfallen lassen. Marcel Maier (Gelbsperre) wird definitiv fehlen und auch Philipp Voigtländer spielt wohl nicht. „Das wäre die komplette Innenverteidigung“, stöhnt Rock.