Staßfurt l Für Jens Liensdorf stand am gestrigen Feiertag nicht etwa Relaxen auf dem Programm, er ging stattdessen auf Gegnerbeobachtung. Da der Coach des SV 09 Staßfurt und sein Team in der Landesliga Nord nicht gefordert waren, entschied er sich dafür, dem Spiel von Union Schönebeck gegen den MSC Preussen beizuwohnen. Und damit Gegner zu analysieren, die zum Ende des Jahres warten. Und nicht etwa den MSV Börde, der morgen um 15 Uhr in Staßfurt zu Gast ist.

Aber die Magdeburger kennt Liensdorf natürlich bestens und weiß: „Das waren zwei packende Spiele im Vorjahr. Wir waren dort besser und sie bei uns.“ Was die jeweiligen Auswärtssiege erklärt. „Doch es ist alles wieder auf Null gestellt. Der Gegner ist eher in der Pflicht zu gewinnen. Wir können befreit aufspielen“, verweist er auf die Situation, dass die Staßfurter (2.) bei einem Spiel mehr vier Punkte vor dem MSV (5.) liegen. Von einem Topspiel will der Staßfurter nicht sprechen, sagt aber: „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams können kicken, deshalb dürfen sich die Zuschauer auf ein gutes Spiel freuen.“

Trotz des 3:1-Erfolgs beim Möringer SV zuletzt muss beim SV 09 aber eine Steigerung her. „Wenn wir wieder so spielen, verlieren wir. Das entsprach vom Gesamtpaket nicht unserem Anspruch, aber das kann passieren“, so Liensdorf, dem nun eben die positive Reaktion wichtig ist. „Gerade in Sachen Effektivität muss endlich mal der Knoten platzen.“

Mit Marc Burdack und Evgeni Denisenko gibt es zwei Ausfälle für das Duell gegen den MSV Börde. Dafür rückt aber nach einem halben Jahr Pause Chris Horstmann wieder zurück in den Kader. „Das ist sehr erfreulich“, blickt Liensdorf dem Comeback entgegen.