Langenstein l Nach dem 3:2 (0:0)-Sieg in Langenstein ist der SV 09 Staßfurt in der Fußball-Landesklasse III jetzt Fünfter. Trainer Axel Quednow würde gern noch unter die besten Drei kommen. Bis dahin sind es sechs Punkte. Jede Saison werden die zahlreichen Fußballvereine zur Selbsteinschätzung gezwungen. Die Mannschaften müssen auf einer bekannten Fußball-Plattform in Internet angeben, wo sie sich selbst in der neuen Saison sehen, sprich: Welche Ziele hat der Verein? Beim SV 09 Staßfurt steht da: oben mitspielen. Diesem Ziel kommt der Verein nun immer näher. Das 3:2 am Sonnabend beim SV Langenstein war der vierte Sieg in Folge. In der Tabelle rückten die Bodestädter damit auf den fünften Rang. Alles gut also in Staßfurt? „Die Ergebnisse stimmen. Spielerisch können wir es aber noch besser machen“, analysierte Axel Quednow. Der Trainer des SV 09 sagt, um das Ziel nicht aus den Augen verlieren. „Unter die ersten Drei zu kommen, wäre schön.“ Wenn seine Mannschaft wie am Sonnabend spielt, dann sollten die sechs Punkte Rückstand aufholbar sein. Denn Quednow wusste sein Team durchaus zu loben. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, sagte er. „Wir sind gut in die Partie gekommen. Nur der letzte Pass hat gefehlt. Langenstein war nur durch Standards gefährlich.“ Tore fielen im ersten Durchgang aber nicht.

Dafür rappelte es in Hälfte zwei. Nach einer Unstimmigkeit in der Langensteiner Abwehr staubte Stefan Stein zum 1:0 ab (59.). „Das war der Brustlöser“, befand Quednow. „Danach waren wir spielbestimmend.“ Zwar kassierte Staßfurt nach einem taktischen Fehler das 1:1 durch Max Staat (68.). Im direkten Gegenzug ging der SV aber durch einen feinen Spielzug wieder in Führung. Über Chris Matthias Horstmann kam der Ball auf der linken Seite zu Markus Müller, der innen den mitgelaufenen Stefan Stein sah – 2:1 (69.). Auch das 3:1 durch Matthias Lieder (87.) per Konter war spielerisch sehenswert. Der Anschlusstreffer von Marcel Röder durch einen Freistoß (90.) kam zu spät. „Die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt“, meinte Quednow. Schließlich waren mit Patrick Lissek (Oberschenkelprobleme), Benjamin Kollmann (krank) und Nick Unger (umgeknickt beim Erwärmen) drei Spieler ausgefallen. „So stelle ich mir das vor. Das hat gut funktioniert.“ Da klang der so kritische Quednow sehr glücklich. Zumindest fast.

Staßfurt: Beier - Jesse, Lieder, Horstmann, Mähnert, Härtge, Stein, Hartmann, Schreckenberger (78. Klemmer), Müller, Siegel

Tore: 0:1 Stefan Stein (59.), 1:1 Max Staat (68.), 1:2 Stefan Stein (69.), 1:3 Matthias Lieder (87.), 2:3 Marcel Röder (90.); SR: Benjamin Lanzki (Oscherslebener SC), ZS: 35