Staßfurt l Dabei liegt das Hauptaugenmerk von Trainer Patrick Stockmann vor allem darauf, das Pokalspiel klar von den Ligaspielen zu trennen. „Wir haben bereits in der Kabine in Bismark darüber gesprochen, dass die Niederlage keinen Einfluss darauf haben darf, wie wir im der Landesliga antreten“, hatte der sportliche Leiter und Trainer der Bodestädter unlängst erklärt.

So war die Pokalpleite schnell abgehakt und der Blick nach vorne gerichtet. Ohnehin hatte Stockmann schon vor dem Duell mit dem TuS Schwarz-Weiß erklärt, dass das Hauptaugenmerk auf der Liga liegt. Somit heißt es gegen den Aufsteiger aus der Altmark also abliefern, oder das Saisonziel, wieder besser abzuschneiden, als in der vergangenen Saison, gerät bereits frühzeitig in Gefahr. „Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis gegen Tangermünde starten, dann spielt es sich in den kommenden Wochen mit gutem Gewissen viel einfacher“, erklärt der 09-Coach, warum der Auftaktsieg so wichtig ist. „Tangermünde hat am ersten Spieltag gegen Irxleben gewonnen und kann also befreit aufspielen. Das ist auch unser Ziel für unseren ,zweiten‘ Spieltag.“

Der Weg zum Ziel soll dabei über die Jugend führen. Zwar kommen einige Spieler, die in Bismark gefehlt haben, zurück in den Kader, sodass sich Stockmann weniger auf Akteure aus der zweiten Mannschaft verlassen muss, dennoch werden erfahrene Spieler die Ausnahme bleiben. Mit dem Verbandsliga-erfahrenen Mathias Härtl sowie Marcel Mähnert verließen im Sommer zwei weitere Routiniers den Verein. Dem gegenüber stehen vier Neuzugänge, von denen keine älter als 24 Jahre ist.

Dass dementsprechend nicht immer alles von Anfang an passen wird, ist sich Stockmann bewusst. Aber in einer „Liga, in der jeder jeden schlagen kann“, sieht der Trainer sein Team keinesfalls chancenlos gegen den FSV Saxonia. „Die Mannschaft war vergangene Woche beim Pokalspiel zwischen Burg und Tangermünde zu Gast und hat sich einen ersten Eindruck von den Stärken und Schwächen des Gegners geholt“, weiß er zu berichten. Welche das sind? „Tangermünde hat eine sehr gute Offensive und schwebt nach dem Pokalsieg im Kreis auch auf einer Erfolgswelle. Sie treffen eigentlich immer.“

Dennoch ist Saxonia eine große Unbekannte in der Liga. „Sie haben vor ein paar Jahren schon mal Landesliga gespielt, aber vom damaligen Kader ist kaum noch jemand dabei“, so Stockmann, der zugeben muss: „Letztlich weiß ich nicht, wie sie bei uns auftreten. Stellen sie sich diesmal hinten rein, oder greifen sie wieder an? Unabhängig davon wollen wir aber unser eigenes Spiel aufziehen und die Partie gewinnen. Da gibt es keine zwei Meinungen.“