Staßfurt/Irxleben l Es war für die Moral das perfekte Spiel. Nach einem 2:3-Rückstand gegen Ilsenburg siegten die Kicker des SV 09 Staßfurt aus der Landesliga Nord im vergangenen Meisterschaftsspiel noch mit 4:3. Problem: Das Spiel liegt schon wieder drei Wochen zurück. „Wir hätten den Schwung gerne mitgenommen, aber leider wurden wir ausgebremst“, sagt der Coach Jens Liensdorf und ist darüber nicht glücklich.

Auch die Staßfurter waren witterungsbedingt zu einer dreiwöchigen Pause gezwungen, für den Trainer „keine optimale Situation“. Dass jetzt für so viele Vereine, und eben auch für die Staßfurter, über Ostern ein Doppelspieltag ansteht ist „sehr hart“, so Liensdorf. „Es ist kaum Regeneration möglich. Es wird auch eine Kraftfrage sein.“

Bei einem Blick auf das Programm der Staßfurter, heute um 15 Uhr gastiert mit Stahl Thale der Vorletzte in der Bodestadt und am Montag tritt der SV 09 (3.) zum Topspiel beim SV Irxleben (2.) an, liegt die Vermutung nahe, dass die Staßfurter einige Spieler in der ersten Partie schonen werden. Aber nicht mit Liensdorf: „Erstmal konzentrieren wir uns nur auf Thale. Wir werden kein Risiko eingehen. Wir wollen nicht den Fehler machen und Thale unterschätzen.“

Na klar, der Coach will den Gegner aus dem Harz nicht unnötig stark machen und plant felsenfest mit den drei Punkten. Doch die Hausaufgaben müssen erstmal erledigt werden. Dabei ist Liensdorf aber zuversichtlich: „Meine Spieler sind gefestigt und werden nichts anbrennen lassen.“ Auch wenn Toni Härtge, Dustin Abresche und Matthias Lieder fehlen werden, ist der Sieg Pflicht. Denn das Duell gegen die Thalenser kann als eine Art Generalprobe angesehen werden.

Am Montag in Irxleben erwartet die Staßfurter sicher ein ganz anderes Kaliber. „Da wäre ich mit einem Punkt zufrieden“, sagt der Trainer. Der SV Irxleben zählt genau wie die Staßfurter zu den Topteams der Landesliga. Was das Börde-Team so stark macht? „Das ist eine sehr robuste und körperbetonte Truppe.“ Doch die 09er haben in dieser Saison schon bewiesen, dass sie es mit allen Teams aufnehmen können. Entsprechend sagt Liensdorf: „Wir sind da nicht chancenlos. Wir haben keine Angst, aber den nötigen Respekt.“ Der Staßfurter Trainer hofft auf „zwei schöne Spiele und ein erfolgreiches Osterwochenende“. Mit zwei Siegen würde der Anschluss zum ersten Platz weiterhin bestehen bleiben.