Förderstedt l Er wirbelte viel, tankte sich erneut technisch sauber in den Strafraum. Der Abschluss von Klejdi Beqiri ließ dann aber zu wünschen übrig. Der Neuzugang des SV Förderstedt schoss den Ball aus zehn Metern in die Arme des Keepers von Stahl Aken (25.). Es war nicht die erste vergebene Chance im Heimspiel der Landesklasse IV. Und es sollte nicht die letzte sein. „Ich sag dazu nichts mehr“, kommentierte Spielertrainer Artan Isufi von hinten.

Wieder kostete die schlechte Chancenverwertung fast den Sieg. Aber nur fast. Denn mit Martin Gutsche hatten die Gastgeber dieses Mal einen sicheren Schützen, der mit seinem dritten Tor in der 90. Minute den 3:2 (0:1)-Erfolg perfekt machte. „Er hat sich riesig gefreut. Denn er hatte schon selbst an sich gezweifelt. Doch nun konnte er seine Klasse und seine Erfahrung mal wieder ausspielen. Das war ein Befreiungsschlag für ihn und auch für uns“, war Isufi über den Sieg erleichtert.

Doch das war auch gegen den Tabellenletzten ein schwieriges Unterfangen. „Aken stand hinten drin und wir mussten reagieren“, so Isufi. Ausgerechnet dem Coach unterlief nach einigen vergebenen Chancen seiner Mitspieler dann ein Fehlpass, der zum 1:0 der Gäste führte. „Ich war nicht auf der Höhe“, sagte er selbst, hatte er doch unter der Woche einen Trauerfall in der Familie. Doch er musste trotzdem ran, weil gleich sieben Spieler bei den Hausherren fehlten.

In der zweiten Hälfte fanden die Förderstedter dann besser ins Spiel. Und trafen auch. Nach einer guten Kombination über die rechte Seite ließ Ehsan Rasooli zwei Spieler aussteigen und passte dann in die Mitte. Dort sorgte Gutsche für den Ausgleichstreffer (63.). Nur vier Minuten später kombinierten die Förderstedter wieder gut über den Flügel, in der Mitte kam Gutsche nach einem Vollsprint an und schob zum 2:1 ein (67.). Ein Lob gab es aber nicht nur für den Vollstrecker. „Wir haben stark über die Außen gespielt. Ein großes Lob an Beqiri und Rasooli. Sie haben das sehr gut gemacht. Und es war nicht einfach, weil der Gegner gut stand.“

Mehr Chancen

Die Akener gaben sich aber in der Folge nicht auf und erarbeiteten sich weitere Chancen. Aber auch Förderstedt hätte den Deckel schon früher draufmachen können. Beqiri scheiterte mit einem direkten Freistoß am Torwart, Christian Conrad jagte einen Ball aus der Distanz knapp am Pfosten vorbei.

Und so hatte das Schlusslicht doch noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Und nutzte sie auch zum 2:2 (84.). Niklas Lebelt traf nach einer Ecke, der Ball war noch abgefälscht. Doch die Förderstedter kamen nochmal zurück. Wieder über die rechte Seite. Wieder über Rasooli, der in der Mitte Gutsche bediente. Mit seinem ersten Schuss scheiterte er noch am Akener Keeper, doch dieser ließ den Ball prallen und den Nachschuss aus kurzer Distanz drückte Gutsche über die Linie.

„Wir üben fast jeden Tag am Abschluss. Wenigstens haben wir dieses Mal drei Tore geschafft“, sagte Isufi. „Davor haben wir in Kleinmühlingen ein ganz spätes Tor bekommen, jetzt ist es uns selbst mal gelungen, das war wichtig.“ Denn damit muss der SV Förderstedt fünf Spieltage vor dem Ende wohl nicht mehr nach unten schauen.