Heyrothsberge/Staßfurt l Der Titelkampf in der Landesliga Nord bleibt äußerst spannend. Während der MSC Preussen, Gardelegen und Wernigerode Punkte liegen ließen, ist der SV 09 Staßfurt das einzige Team aus dem Spitzenquartett, das mit dem 4:1 (0:1) bei Union Heyrothsberge einen Sieg einfahren konnte.

Ein idealer Spieltag also für das Team von 09-Trainer Jens Liensdorf. „Das ist sehr erfreulich, dass die Konkurrenz für uns gespielt“, sagt er, hält aber gleichzeitig auch fest: „Es ist schon sehr chaotisch da oben. Kein Team kann sich absetzen oder startet eine Serie. Jeder verliert Punkte, es ist alles sehr ausgeglichen.“

Doch dieses Mal ließen die Staßfurter, anders als gegen Bernburg oder den MSV Börde, keine Punkte liegen. Dabei sah es in Heyrothsberge in den ersten 45 Minuten noch danach aus. Denn da ging nicht viel zusammen für den SV 09. „Wir waren zu passiv in den Zweikämpfen und haben zu viel zugelassen. Es hat im taktischen Bereich nicht gestimmt und wir waren nicht mutig. Wir haben Angst gehabt, Fehler zu machen“, setzte der Coach zur Generalkritik an. Und weil der Favorit einen mutigen Gegner gegenüber hatte, der über den Kampf in die Partie fand, lag Staßfurt zur Pause hinten.

Doch die Ansprache in den 15 Minuten zahlte sich aus. Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste „ein ganz anderes Gesicht“, freute sich Liensdorf. Sehr dazu beigetragen hat der schnelle 1:1-Ausgleich durch Marc Burdack, der von einem Fehler der Heyrothsberger profitierte (46.). „Er hat ein sehr gutes Spiel und auf seiner Seite sehr viel Betrieb gemacht. Der Gegner hat ihn gar nicht in den Griff bekommen“, lobte der Coach. Wenige Minuten später entschärfte Tobias Witte im Staßfurter Kasten dann eine sehr gute Chance der Unioner von Torjäger Daniel Stridde.

Danach kam vom Gastgeber nicht mehr viel. „Der Gegner ist ab der 60. Minute kräftemäßig eingebrochen“, beobachtete Liensdorf freudig. Denn sein Team profitierte von den Fehlern, die sich der Tabellenneunte immer häufiger erlaubte. Ein Doppelpack brachte dann die Entscheidung. Felix Jesse verwandelte einen Elfmeter (64.) und Matthias Härtl ließ gleich darauf durch einen Kontertreffer das 3:1 folgen (65.). „Wir sind gleich dran geblieben und haben uns nicht ausgeruht“, erkannte der Coach an.

In der zweiten Hälfte trat der neue Spitzenreiter so auf, wie es sich für ein Topteam gehört. „Wir kamen über Schnelligkeit und Dynamik.“ Ein Konter brachte durch Lukas Möller dann noch den vierten Treffer.

SV 09: Witte - Abresche (72. Härtge), Moye, Unger (60. Möller), Härtl, Jesse, Stachowski, Lieder, Horstmann, Oehme, Burdack

Tore: 1:0 Marcus-Antonio Bach (12.), 1:1 Marc Burdack (46.), 1:2 Felix Jesse (64. FE), 1:3 Matthais Härtl (65.), 1:4 Lukas Möller (90.+2). SR: Tino Hanke (Pratau), ZS: 69